Auf Besuch in der DRK-Rettungswache

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    Moritz, festgeschnallt auf der Trage im Rettungswagen. Schwester Mira schaut zu Foto: red

Dem Rettungsdienst einmal hinter die Kulissen schauen: Der achtjährige Moritz aus Aidlingen erhielt jetzt eine exklusive Führung durch die DRK-Rettungswache auf dem Flugfeld. Verantwortlich dafür war ein Teddybär.

Artikel vom 23. August 2019 - 14:36

SINDELFINGEN/BÖBLINGEN (red). Da staunten DRK-Rettungsdienstleiter Gerhard Fuchs und Sven Peters, Leiter der DRK-Rettungswache Sindelfingen, nicht schlecht: Bei einem Besuch der Rettungswache auf dem Flugfeld, zeigte sich der achtjährige Moritz Kadow nicht nur begeistert von den Rettungswagen und deren hochmoderner Ausstattung; sondern erwies sich zugleich als junger, kenntnisreicher Fachmann: Er kennt die Notrufnummer 112 und weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig es ist, eine Rettungsgasse zu bilden "Wir sind vor einiger Zeit auf der Autobahn gefahren, als wir plötzlich das Martinshorn hörten. Meine Mutter fuhr sofort rechts ran, um den Weg für die Rettungskräfte frei zu machen. Doch vor uns fahrende Autos haben das nicht gemacht. Deshalb kamen die Rettungsfahrzeuge ganz schlecht durch", erzählte er. Fuchs und Peters konnten dem aufgeweckten Achtjährigen nur beipflichten: "Das ist vorbildlich", lobten beide. Moritz hat seine Kenntnisse nicht nur aus eigenen Erlebnissen gewonnen, sondern auch, weil er schon einmal einige Zeit beim Aidlinger Jugendrotkreuz reingeschnuppert hat.

Großer Bahnhof für die kleinen Gäste

Zustande gekommen ist der Besuch beim DRK durch einen häuslichen Unfall, bei dem Moritz eine Armverletzung erlitten hatte und vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gefahren wurde. Allerdings erhielt er, wie bei kleinen DRK-Patienten ansonsten üblich, keinen trostspendenden Kuschelbär. Denn unmittelbar zuvor war der Rettungswagen ebenfalls für einen kleinen Patienten im Einsatz gewesen. Dieser hatte den letzten Kuschelbär erhalten, der an Bord war.

Statt des Kuschelbärs gab es nun eine Einladung in die Zentrale der Rettungshelfer - samt Mutter und seiner sechsjährigen Schweseter Mira. Allerdings mit der Maßgabe, beiden Kindern vorher nichts zu sagen, um sie zu überraschen.

Alles klappte wie am Schnürchen und Moritz und Mira wollten es zunächst gar nicht glauben, dass ihnen der "große Bahnhof" galt, schreibt das DRK. Freude wie Staunen waren jedenfalls riesengroß, dass sie nun persönlich einen Blick hinter die Kulissen werfen durften.

Fuchs und Peters standen den wissbegierigen Kleinen Rede und Antwort. Die beiden Geschwister inspizierten eingehend ein Rettungsfahrzeug, ließen sich auf der Trage anschnallen und staunten nicht schlecht, als ihnen auch noch zwei große Geschenktüten überreicht wurden. So bekam Moritz doch noch seinen Kuschelbär, Schwester Mira natürlich ebenso. Die Freude darüber stand beiden Kindern ins Gesicht geschrieben. Die "Wundertüte" enthielt noch weitere Überraschungen: Beispielsweise ein Malbuch, die dazugehörigen bunten Malstifte, eine Sonnenbrille, sowie drei kleine Oldtimer-DRK-Fahrzeuge.

Zum Abschluss des Besuchs gab's für den begeisterten Playmobil-Fan Moritz noch ein gemeinsames Foto mit den beiden großen Playmobil-Figuren, die im Foyer des DRK-Zentrums stehen. "Einfach toll", war das Fazit von Moritz und Mira als sie sich mit Mutter Tanja wieder auf den Heimweg nach Aidlingen machten.

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