Begeisterung hier, Loslassen dort

IHK-Bezirkskammer Böblingen bietet Veranstaltung zur Unternehmensnachfolge

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    Die Gesprächsteilnehmer der IHK-Veranstaltung mit Moderatorin Marion Oker (links) Foto: red

Artikel vom 19. Juli 2019 - 17:24

BÖBLINGEN (red). Viele interessierte Unternehmer kamen zur Veranstaltung "Herausforderung Unternehmensnachfolge - Wie gelingt die Übergabe?" der IHK-Bezirkskammer Böblingen. Hier konnten sie sich fachlichen Input für den Übergabeprozess holen und von drei Gästen profitieren, die von ihrer Übernahmen berichteten.

Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Stefan Kurz gab fachliche Impulse zur Unternehmensnachfolge. Er ging dabei insbesondere auf steuerliche Aspekte der Unternehmensübergabe sowie auf Fördermöglichkeiten ein. Im Anschluss stellte die Böblinger IHK ihr Service- und Veranstaltungsangebot im Bereich Nachfolge vor. "Im Landkreis Böblingen stehen in den nächsten Jahren zahlreiche Unternehmensübergaben an. Als IHK wollen wir den Unternehmen die bestmögliche Unterstützung bieten, damit Know-how und Arbeitsplätze nicht verloren gehen und eine Beständigkeit gewährleistet ist", erklärt die Geschäftsführerin der IHK-Bezirkskammer Böblingen, Marion Oker.

Bei der Podiumsdiskussion berichteten Brigitte Schütz, Inhaberin der Buchhandlung Vogel aus Böblingen, die zuvor als Mitarbeiterin im Unternehmen tätig war, Arnold Nölly, Geschäftsführer des Hotel Gasthof Hasen in Herrenberg, der den Betrieb zusammen mit seinen zwei Geschwistern von seinem Vater übernommen hat, sowie Fredrik Ljungman, Geschäftsführer der Bürger Electronic GmbH in Waldenbuch, der das Unternehmen 2016 gekauft hat.

Neben dem Umgang mit den Mitarbeitern nach dem Rollenwechsel vom Kollegen zum Chef, der Neuausrichtung des Geschäftsmodells, dem Lernen aus eigenen Fehlern, dem Umgang mit branchenspezifischen Problemen wie Fachkräftemangel und Online-Konkurrenz kamen viele unterschiedliche Themen zur Sprache. "Mit die wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Nachfolge sind, dass man sich für die Sache begeistert, dass der Ex-Chef loslassen kann und dass sich beide Seiten im Übergabeprozess beraten lassen", lautete das Fazit.

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