Lyrisch durch die Nacht

Bitter Green bei der Biennale

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    Bitter Green beim "Latenight"-Konzert im Musikschulgarten Foto: M. Hugger

Artikel vom 08. Juli 2019 - 17:18

SINDELFINGEN (red). Höhepunkt des zweiten Biennale-Wochenendes war zweifellos die Premiere von "Ein Sommernachtstraum" am Freitagabend. Auch die Konzerte der Hanke Brothers am Freitag und Sonntag im Odeon lockten viele Zuschauer.

Für Nachtschwärmer war zudem am Samstag ein Schmankerl geboten: Die Band Bitter Green hat im Garten der Musikschule um 22 Uhr ein "Latenight"-Konzert mit einem sehr populären und unterhaltsamen Programm gegeben. Unter anderem stand auch "Land unter" von Herbert Grönemeyer auf dem Programm. Ganz so schlimm kam es dann aber nicht.

Lediglich während der letzten Lieder begann es zu tröpfeln. Dabei hatte sich Gitarristin und Sängerin Barbara Gräsle zu Beginn noch gefreut, dass dem Trio das Wetterglück - ungewohnter Weise - einmal hold sei. Aber vielleicht war Chris de Burgh's "Every drop of Rain" dann doch zu viel der Herausforderung . . .

Abgesehen also vom leicht verregneten Ende genoss das Publikum im lauschigen und dekorativ beleuchteten Garten der Schule für Musik, Theater und Tanz einen herrlich entspannten Abend. Titel von Paul Simon, John Denver, Gordon Lightfoot Reinhard Mey und den schon erwähnten Herbert Grönemeyer und Chris de Burgh ließen das Publikum mitgehen.

Das Trio, bestehend aus Frontfrau Barbara Gräsle (auch Gitarrenlehrerin an der SMTT), Stefan Kalinke (Bass/Gesang) und Andreas Mack (Akkordeon/Gesang), hat sich in den vergangenen Jahren ein breites Repertoire zugelegt. Und egal, ob fetzig oder romantisch, ob instrumental oder in feinem dreistimmigen Satzgesang: die drei kommen einfach authentisch rüber und liefern feine, "handgemachte" Musik ohne elektronischen Firlefanz ab.

Das hat auch dem Publikum Spaß gemacht, leider verhinderte dann der Regen die fälligen Zugaben. Das nächste "Latenight"-Konzert bestreitet am 20. Juli der Sindelfinger Kammerchor zusammen mit den Biennale-Machern Markus Nau und Horst Zecha auf dem Alten Friedhof.

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