Malerei, Skulpturen und Schmuck

"Art 4 You": Vier Künstlerinnen stellen ihre Arbeite in der Burg Kalteneck in Holzgerlingen aus

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    Helgard Zurmühl und Berit Erlbacher bei der Ausstellungseröffnung Foto: Anne Abelein
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    Kreatives Quartett: Rita Olma, Irene Oehmke, Sabine Wowra und Irmgard Meyer (von links) bei der Vernissage in der Burg Kalteneck Foto: Eugen Mayer

Artikel vom 08. Juli 2019 - 17:18

HOLZGERLINGEN (red). Rita Olma aus Holzgerlingen präsentierte Malerei und Skulpturen, Irmgard Meyer aus Sindelfingen sowie Sabine Wowra aus Böblingen Malerei und die Dagersheimerin Irene Oehmke handgefertigten Schmuck in der Burg.

Bereits die Vernissage am Freitag vor einer Woche zeigte, wie groß das Interesse an den Exponaten der vier Künstlerinnen ist, die als eingespieltes Quartett nun bereits zum fünften Mal gemeinsam in den Räumen des kleinen Wasserschlösschens ausstellten. Trotz schweißtreibender Temperaturen kamen zahlreiche Besucher.

Die Arbeiten der Frauen könnten kaum unterschiedlicher sein. Bei Irmgard Meyer stehen am Anfang des Malprozesses scheinbar zufällige Farbverläufe, woraus sie ein Bild entwickelt. Gerne spielt sie dabei mit geometrischen und grafischen Formen, Es ist die Verbindung traditioneller und moderner Darstellung - einmal abstrakt, einmal gegenständlich, oft auch gemischt und nicht geplant, es entwickelt sich.

Für Sabine Wowras neueste Arbeiten hingegen spielt vor allem die Farbe an sich die Hauptrolle. Da werden Lacke spontan auf die Leinwand geschüttet und durch Kippen und Drehen des Malgrundes dazu gebracht, ineinander zu fließen und sich so zu einer wahren Farbexplosion zu vermischen. Jedoch auch Bilder in Aerocolor-, Acryl- und Mischtechnik werden von ihr ausgestellt.

Rita Olma wiederum nutzt für ihre Arbeiten Visionen und Träume ebenso wie eine interpretative Gegenstandslosigkeit aus freiem Farb- und Formfluss. Acryl und Öl sind die Medien für ihre Leinwandbilder - Keramik der Stoff für ihre modellierten Werke. Ihre zum Teil metallisch glasierten Gefäße wirken am Rand wie eingerissen, ihre Skulpturen verschmelzen mit Fundstücken aus Wurzelholz, Metall und Glas.

Irene Oehmke hingegen war schon immer von der Farbenpracht der Edelsteine fasziniert und so lag es nahe, das Goldschmiedehandwerk zu erlernen, was ihr nach 20 Jahren regelmäßiger Schmuckkurse bei verschiedenen Meistern am Technischen Museum in Pforzheim heute ein selbständiges Arbeiten ermöglicht. In den Schmuckstücken der Dagersheimerin finden sich geometrische Formen sowie Anregungen aus der Natur wieder.

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