Studie: Sehr hohe Jugendbeteiligung im Landkreis

Höchste Quote in Baden-Württemberg

Artikel vom 26. Juni 2019 - 17:24

KREIS BÖBLINGEN (red). Aktuell ist die Studie zur Kinder- und Jugendbeteiligung der Landeszentrale für politische Bildung erschienen. Es ist die dritte Studie dieser Art nach 2012 und 2015. Sie bescheinigt dem Landkreis Böblingen die höchste Jugendbeteiligungsquote in Baden-Württemberg. "Wir haben allen Grund, auf unsere Kommunen stolz zu sein, denn sie leisten bei der Jugendbeteiligung ganz hervorragende Arbeit", freute sich Landrat Roland Bernhard.

Im Zeitraum von März bis April 2018 hatten die Kommunen in Baden-Württemberg Gelegenheit, mittels eines Online-Fragebogens an der Studie der Landeszentrale für politische Bildung teilzunehmen. Auf diesem Weg sind insgesamt 400 Fragebögen ausgefüllt und zurückgeschickt worden. Im Jahr 2018 wurden erstmals auch Daten zur Situation der Kinderbeteiligung in den Kommunen sowie zur digitalen Beteiligung erfasst.

Die Kreisjugendreferentin des Landkreises Böblingen, Beate Renninger, lud die Herausgeber der Studie zu Anfang des Jahres ins Landratsamt ein. Im Rahmen eines halbtägigen Fachtages wurden die Ergebnisse den Jugendreferenten der Kommunen vorgestellt. Da es viele Formate der Jugendbeteiligung gibt, bekamen die Jugendreferenten zusätzlich die Möglichkeit, ihre Form der Jugendbeteiligung aus ihrer Kommune zu zeigen.

In der landesweiten Studie werden vor allem drei Formen der Jugendbeteiligung beschrieben. Hierzu gehören die offenen Jugendbeteiligungsformen, die in der Regel Einzelveranstaltungen sind. Im Weiteren sind dies projektbezogene Beteiligungsformen mit einem klar umrissenen Thema und mit einer zeitlichen Begrenzung. Schließlich gibt es mit den Jugendgemeinderäten repräsentativ-parlamentarische Beteiligungsformen.

Die Beteiligung der Kommunen im Landkreis Böblingen an der Studie war hervorragend: Von 26 Kommunen im Kreis Böblingen haben sich 25 beteiligt. In 22 Kommunen werden Jugendliche in unterschiedlichen Formen beteiligt. In 14 Kommunen in Form einer offenen Beteiligung, in 16 Kommunen erfolgt die Beteiligung projektbezogen und in 9 Kommunen gibt es repräsentativ-parlamentarische Formen der Beteiligung. In 11 Kommunen werden nicht nur Jugendliche, sondern auch Kinder beteiligt. Die Gemeinden sehen das Thema Jugendbeteiligung als Chance für ihre Gemeinwesen.

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