Kommentar: Klares Bekenntnis

Zur Porsche-Erweiterung in Weissach und der E-Mobilität

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    Setzen große Hoffnungen in den Taycan: Betriebsratsvorsitzender Carsten Schumacher, Personalleiter Stefan Althoff und Entwicklungsvorstand Michael Steiner (vlnr) Foto: Bischof

Artikel vom 04. Juni 2019 - 19:03

Von Jan-Philipp Schlecht

Bei der Einweihung der neuen Nordpforte konnten die Porsche-Verantwortlichen nicht oft genug ihr Bekenntnis zum Standort Weissach betonen. Man schätze die Abgeschiedenheit im Heckengäu sehr, sagte Entwicklungsvorstand Michael Steiner. Und: "Es war in den 70er-Jahren eine sehr gute Entscheidung der Ingenieure, sich hier anzusiedeln." Dass Porsche rund eine Milliarde Euro in das Entwicklungszentrum steckt, ist ein klares Bekenntnis zum Standort. Es ist vor allem aber eine gute Nachricht für den Kreis Böblingen und den benachbarten Enzkreis, auf dessen Gemarkungen die Ideenschmiede angesiedelt ist. Ängste, dass durch den Wandel hin zu E-Mobilität Arbeitsplätze und Know-How aus der Region abwandern, scheinen vor diesem Hintergrund unbegründet. Trotzdem stehen die hiesigen Autohersteller vor einer gewaltigen Wende. Deren Gelingen ist noch längst nicht besiegelt. Gerade Porsche wird vieles tun müssen, um seine E-Modelle mit den gleichen verkaufsfördernden Emotionen zu belegen, die den Verbrennern bisher anhaften.

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