Erst Krebsbachputzer, dann Dünnele

Schwäbischer Albverein war im Hegau unterwegs - Wildromantische Strecke durch das Krebsbachtal südlich von Tuttlingen

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    Gut gelaunte Wandertruppe aus Böblingen und Schönaich Foto: red

Artikel vom 15. Mai 2019 - 17:00

BÖBLINGEN/WALDENBUCH (red). Die Ortsgruppen Böblingen und Waldenbuch waren zuletzt gemeinsam auf dem Premiumwanderweg "Krebsbachputzer" an der Lochmühle in Eigeltingen unterwegs. Die Strecke durch das Krebsbachtal südlich von Tuttlingen war anfangs sanft und idyllisch, wurde später aber immer enger und gar wildromantisch. Dazu säumten viele Frühlingsblumen rechts und links den Weg.

Nach einer längeren Rast ging die Tour ohne nennenswerte Steigungen weiter durch schöne Wälder und Wiesen. Beeindruckend war das Schwedenkreuz - ein Ort, an dem im Jahr 1633 ein Pfarrer durch den Schwedentrunk, eine grausame Foltermethode, getötet wurde. Am Reschbergwald führte der Weg abwärts zum Waldesrand, wo man eigentlich einen herrlichen Ausblick sowohl auf die Hegauer Berge als auch südöstlich auf den Überlinger See haben sollte. Aber leider gab es an diesem Tag keine Sicht. Dafür konnte die Wandergruppe am Ende noch Rehe, Hirsche und Wildscheine beobachten - die Tiere waren allerdings nur Teile eines weitläufigen Bogenschießgeländes und sahen täuschend echt aus. Nach vier Stunden reiner Gehzeit kamen alle 40 Teilnehmer begeistert wieder an der Lochmühle an.

Flammkuchen-Spezialität gab es in salziger und süßer Variante

Dabei kam das Beste noch - und zwar die Einkehr in der Dünnelestube. In dieser urigen Dorfwirtschaft durften die Wanderer verschiedene Dünnelesorten genießen. Diese Art Flammkuchen ist eine schwäbisch-alemannische Spezialität. Zum Abschluss gab es eine Dünnele mit Apfel, Zucker und Zimt. Gut gesättigt, zufrieden und gut gelaunt bestieg die Truppe den Bus zur Rückfahrt.