623 Kandidaten kämpfen um 72 Sitze

Kommunalwahlen am 26. Mai: Für den Böblinger Kreistag sind 74 Wahlvorschläge zugelassen

Artikel vom 08. April 2019 - 17:48

KREIS BÖBLINGEN (red). Im Rahmen der Kommunalwahlen am 26. Mai werden nicht nur allerorts die Gemeinde- und Ortschaftsräte bestimmt, sondern auch der Kreistag gewählt. Dafür hat der Kreiswahlausschuss jetzt über die Zulassung der eingereichten Wahlvorschläge von Parteien und Wählervereinigungen entschieden. Alle 74 Wahlvorschläge waren form- und fristgerecht eingereicht und erhielten ihre Zulassung, teilt das Landratsamt mit. Damit bewerben sich insgesamt 623 Personen auf den Listenplätzen der Parteien und Wählervereinigungen um einen der 72 Sitze im Kreistag Böblingen.

Die Freien Wähler sowie die Parteien CDU, SPD, Grüne, FDP und Linke sind bereits im Kreistag vertreten und bewerben sich in allen zehn Wahlkreisen des Landkreises. Auch die NPD ist mit einem Mandat im Kreistag vertreten und tritt ausschließlich in den Wahlkreisen 1 (Böblingen) und 2 (Sindelfingen) an.

Außerdem treten Parteien/Wählervereinigungen zur Wahl an, die derzeit noch keinen Sitz im Böblinger Kreistag haben. Dies sind nach Eingangsdatum bei der Kreiswahlleitung in allen zehn Wahlkreisen die AfD, im Wahlkreis 2 (Sindelfingen) die Liste FRiDi, und im Wahlkreis 3 (Leonberg) die Liste S:ALZ.

"Es gibt dieses Jahr knapp 40 Menschen mehr, die sich zur Wahl stellen, als zuletzt 2014", freut sich Landrat Roland Bernhard, "damit haben die Wähler ein breites Bewerberfeld mit Kandidaten aus den unterschiedlichsten Berufen und mit verschiedenen sozialen Hintergründen. Hoffentlich steigt mit der Zahl der Bewerber auch die Wahlbeteiligung."

Die meisten Kandidaten im gesamten Landkreis Böblingen stellen die Freien Wähler, SPD und FDP auf; sie werben mit jeweils 104 Personen um die Wählergunst. Die CDU folgt dicht mit 102 Kandidaten. Die Grünen schicken 90 und die Linken 67 Bewerber ins Rennen. Auf den Listen der AfD stehen 29 Personen, für S:ALZ treten 13 Kandidaten an, für die NPD sieben und für FRiDi drei Bewerber. Mit 219 Frauen ist rund ein Drittel des Bewerberfeldes für die Kreistagswahl weiblich. Im amtierenden Kreistag beträgt die Frauenquote ein Viertel. In der Altersverteilung zeigt sich, dass 26 Prozent der Kandidaten jünger als 45 Jahre sind. 36 Prozent sind zwischen 45 und 59 Jahre alt und 38 Prozent über 60 Jahre.

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