Unermüdliches Engagement für den Fairen Handel

Eine-Welt-Laden Dagersheim mit dem vergangenen Jahr sehr zufrieden - Spende über 6000 Euro an vier verschiedene Projekte

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    Das Team des Eine-Welt-Ladens Dagersheim spendet an vier verschiedene Projekte Foto: red

Artikel vom 21. März 2019 - 16:00

DAGERSHEIM (red). Sehr zufrieden zeigten sich die Mitglieder des Eine-Welt-Ladens in Dagersheim auf ihrer diesjährigen Hauptversammlung mit den Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres. Das engagierte Ladenteam hat den Umsatz nach einem Einbruch 2017 wieder steigern können. Mit dem Gewinn fördert der Verein zwei Schulprojekte in Afrika, eines in Guatemala und den (I)ntact-Verein gegen die Beschneidung von Mädchen und Frauen.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller lässt gerade prüfen, ob und wie die unternehmerische Sorgfaltspflicht entlang der gesamten Lieferkette gesetzlich verankert werden kann. Einen ersten Entwurf eines Wertschöpfungskettengesetztes hat er vor Kurzem vorgestellt.

Fairer Handel praktiziert das schon seit Jahren. "Fairer Handel steht für eine Weltwirtschaftsordnung ohne Ausbeutung und Umweltzerstörung auf der Basis partnerschaftlicher, langfristiger Handelsbeziehungen", betonen die Verantwortlichen des Eine-Welt-Ladens Dagersheim. Fairer Handel setze auf die Weiterbildung der Produzent, lehne ausbeuterische Kinder- und Zwangsarbeit sowie Diskriminierung strikt ab. Er fördere ein sicheres und gesundes Arbeitsumfeld, umweltfreundliche Anbaumethoden und Produktionsbedingungen. "Fairer Handel will, dass die Menschen eine Perspektive für ihre Zukunft sehen und Geld genug haben um in die Bildung ihrer Kinder zu investieren, weil Bildung der erste und wichtigste Schritt in eine bessere Zukunft ist", heißt es weiter.

Und genau aus diesem Grund fördert der Weltladen in Dagersheim mit seinen Gewinnen wie auch schon in den letzten Jahren mit je 1500 Euro drei "Schulprojekte": an den APEI-Schulen in Guatemala, an der Eine-Welt-Pamoja-Schule in Daressalaam sowie die Schulspeisung in der Don Bosco Secondary School in Moschi (beides Tansania). Weitere 1500 Euro gehen an den Verein (I)ntact, Internationale Aktion gegen die Beschneidung von Mädchen und Frauen.

Auch die Goldbergwerkrealschule hat einen Anteil beigetragen

Verantwortlich für den Erfolg ist ein engagiertes Ladenteam. Mit zum Erfolg beigetragen haben auch die Schüler der Goldbergwerkrealschule, die Waren für ihren fairen Pausenladen im Laden mit zehn Prozent Rabatt einkaufen und so ganz praktisch und nebenbei lernen, was fairer Handel ist und was er anders macht.

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