Wandernde Frösche

Zum eigenen Schutz Geschwindigkeitsbegrenzungen beachten

Artikel vom 20. März 2019 - 17:54

KREIS BÖBLINGEN (red). Die nächtlichen Temperaturen sind milder und feucht. Zeit für viele Tierschützer sich in den frühen Morgen- und Abendstunden auf den Weg zu machen und bei der Amphibienwanderung mitzuhelfen. An vielen Stellen im Landkreis Böblingen sind sie aktiv, sammeln Frösche, Kröten, Molche und Salamander entlang der besonders gefährdenden Straßenabschnitte ein und tragen sie über die Straße, hin zu ihren Laichplätzen. "Damit das gelingt, greifen jedes Jahr viele Rädchen ineinander", lobt Landrat Roland Bernhard.

Angefangen bei mehr als 250 ehrenamtlichen Helfern und den jeweiligen Ansprechpartnern vor Ort über die Mitarbeiter in den Straßenmeistereien, die Amphibienzäune aufbauen und Durchlässe reinigen, bis hin zu den Ansprechpartnern bei der Unteren Naturschutzbehörde und dem Straßenverkehrsamt im Landratsamt Böblingen. "Nur unter großem Einsatz all dieser Beteiligten kann die Amphibienwanderung möglichst reibungslos über die Bühne gehen. Ihnen gebührt Dank und Anerkennung", sagt der Landrat und appelliert in diesem Zusammenhang an die gegenseitige Rücksichtnahme. "Es ist wichtig, dass die Geschwindigkeitsbegrenzungen von den Autofahrern eingehalten werden", so Bernhard. Diese seien zum Schutz der Helfer, die mit ihren Eimern entlang der Straßenränder unterwegs sind oder die Straßen queren.

Ob Grasfrosch, Erdkröte, Bergmolch oder Feuersalamander - alle Amphibien sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz geschützt. Jede Art hat ihren speziellen Lebensraum und ist Teil vielfältiger ökologischer Beziehungen. Deshalb müsse der Schutz aller Arten gewährleistet werden, schreibt das Landratsamt. Neben der Schaffung von weiteren festen Leiteinrichtungen und Durchlässen an Fahrbahnen sowie Ersatzlaichgewässern abseits von Straßen sei die Arbeit aller Mitwirkenden unersetzbar, heißt es weiter.

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