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Fahrradständer für die Geschäfte

Gemeinde und GHS fördern mit 3000 Euro

Artikel vom 13. März 2019 - 16:48

SCHÖNAICH (isa). Den Fahrradverkehr in Schönaich attraktiver gestalten - dieses Vorhaben hat sich der Gemeinderat am vergangenen Dienstag auf die Tagesordnung geschrieben.

Als Erstes beschloss das Gremium aber den Austritt aus der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen Baden-Württemberg, in den Schönaich 2011 eingetreten war und seitdem jährlich 1000 Euro gezahlt hatte. "Das ist eher etwas für größere Städte, nicht unbedingt für Maßnahmen vor Ort", schlussfolgerte Gemeinderätin Elke Kübler (Grüne). Neben den 1000 Euro, die durch den Austritt frei werden, stellt die Gemeinde zusätzlich 1000 Euro für ein fahrradfreundliches Konzept zur Verfügung. Zudem gibt der Gewerbe- und Handelsverein noch einmal 1000 Euro hinzu.

Und was passiert jetzt mit dem Geld? "Gewerbetreibende, die gerne einen Fahrradständer vor ihrem Geschäft hätten, können sich an uns wenden und bekommen dann für die Anschaffung einen finanziellen Zuschuss", erklärte Bürgermeister Daniel Schamburek. Die Höhe des Zuschusses wird noch gemeinsam mit dem GHS festgelegt. Diesem Vorschlag wurde mit knapper Mehrheit (acht zu sieben Stimmen) zugestimmt.

Die CDU-Fraktion und Alfred Haas (FDP/UWG) sprachen sich gegen diesen Vorschlag aus. "Wenn Gewerbetreibende einen Fahrradständer vor ihrem Laden haben wollen, geht das die Gemeinde nichts an", sagte Jürgen Lutz (CDU). Stattdessen plädierten die Fraktionen für Fahrradständer an zentralen, belebten Punkten der Nahversorgung. Insgesamt sieht die CDU-Fraktion aber auch dies kritisch. "Wegen der Ständer wird niemand vom Auto auf das Fahrrad umsteigen", merkte Fraktionssprecher Norbert Mezger an.

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