Archäologische Grabungen in Gültstein

An heute werden vier Monate lang archäologische Grabungen im Gewerbegebiet Gültstein durchgeführt

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    Die Dokumentation wird mit den neuesten technischen Methoden wie Fotodrohnen, Detailfotografie und dreidimensionaler Vermessung durchgeführt. Foto:red

Artikel vom 03. Februar 2019 - 16:00

GÜLTSTEIN (red). Im Bereich Benzinger Weg im Gültsteiner Gewerbegebiet soll bald der neue Standort der Haba Plattenservice GmbH entstehen. Bevor dort gebaut werden kann, müssen aber die archäologischen Überreste früherer Besiedlung fachgerecht gesichert werden. Die Stadt hat eine Fachfirma beauftragt, die am heutigen Montag, 4. Februar, mit Ausgrabungen beginnt.

Parallel zu den archäologischen Grabungen treibt die Stadtverwaltung den Beschluss des Bebauungsplans im Frühjahr 2019 und andere Vorbereitungen für einen baldigen Baustart voran.

Insgesamt sind es 81 archäologische Grabungen, die zwischen Ohmstraße, Kappstraße und der A 81 vorgenommen werden. Freigelegt und fachgerecht dokumentiert werden sollen die Reste der frühen Besiedlung Gültsteins. Die Ausgrabungen werden von der ArchaeoBW GmbH durchgeführt und etwa vier Monate in Anspruch nehmen.

Bereits bei einer Voruntersuchung durch das Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im Oktober und November 2017 im Bereich "Unter dem Benzinger Weg" konnten Überreste zweier eisenzeitlicher Grubenhäuser sowie Gruben und Pfostengruben aus der Jungsteinzeit dokumentiert und auch mehrere in ost-westlicher Richtung verlaufende Gräben gesichert werden. Weitere Siedlungsüberreste aus den zwei dokumentierten oder auch anderen Epochen werden erwartet. Aufgabe von ArchaeoBW ist es, das Landesamt für Denkmalpflege bei der Dokumentation von Denkmälern zu unterstützen, die von der Zerstörung betroffen sind.

Die Dokumentation wird mit den neuesten technischen Methoden wie Fotodrohnen, Detailfotografie und dreidimensionaler Vermessung durchgeführt. Zeitgleich findet die Aufarbeitung der gesammelten Daten und Funde statt. Dieses effiziente Vorgehen macht es möglich, dass die archäologischen Ausgrabungen auf der Fläche so schnell wie möglich abgeschlossen werden und die eigentliche Bautätigkeit beginnen kann.

 

  Sollten während der Ausgrabungen in der Kappstraße und Ohmstraße bei Anliegern Fragen oder Probleme auftauchen, steht ArchaeoBW als direkter Ansprechpartner zur Verfügung. Sollten sich Unbefugte Zugang zur Grabungsfläche verschaffen, wird ebenfalls um Mitteilung gebeten an Marcel C. Hagner, E-Mail: m.hagner@archaeobw.de, Telefon (0 74 33) 3 09 36 01.