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Patrick Bopp singt heute Abend mit Füenf in Sindelfingen

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Am Donnerstag noch in Rheinfelden an der Schweizer Grenze, gestern im Stuttgarter Theaterhaus und heute in der Sindelfinger Stadthalle. Die Vokal-Gruppe die Füenf kommt auf ihrer aktuellen Tour ziemlich rum. Mit dabei der Bariton Patrick Bopp. Der freut sich nach dem Auftritt auf einen freien Sonntag mit seiner Familie.

Artikel vom 02. Februar 2019

Von Florian Ladenburger

SINDELFINGEN. Schon zum dritten Mal kommt die A-cappella-Truppe die Füenf nach Sindelfingen, um ihr neues Programm in der Stadthalle zu präsentieren. Für den Baritonsänger Patrick "Memphis" Bopp fast schon ein Heimspiel, schließlich wohnt er ums Eck, in Steinenbronn. Von dort hat er zum heutigen Auftritt von allen fünf Sängern wohl die kürzeste Anreise.

Sein Samstag beginnt ganz entspannt. Erst um 16 Uhr muss er vor Ort sein. Dann beginnt eine Routine: "Die Technik wird aufgebaut, dann Soundcheck gemacht, die Mikros gecheckt, die Monitore und das Licht eingerichtet." Steht die Technik, singen sich die fünf zusammen ein. Die Show gehen sie im Vorfeld zwar auch nochmal durch, aber: "Es passiert auch viel spontan, insofern kann man sich gar nicht so viel vorbereiten."

Seit 24 Jahren besteht die Truppe, seit 24 Jahren ist Patrick Bopp mit dabei. Ans Aufhören denkt keiner von Ihnen: "Es läuft gerade ganz gut und es macht viel Spaß."

Alle arrangieren, alle texten und alle komponieren

Am Programm arbeiten alle mit: "Alle arrangieren, alle texten, und alle komponieren. Dann wird alles zusammengetragen und wir schauen, was umsetzbar ist." Ein halbes Jahr dauert es in etwa, bis so eine Show fertig ist. In Stein gemeißelt ist sie dann aber noch lange nicht. "Das Programm kann sich verändern, wenn aktuelle Dinge passieren. Am Anfang hat sich viel verändert", sagt Bopp zum aktuellen Programm.

Um 20 Uhr beginnt das Konzert und die Sänger werden getreu dem Programmnamen zu "005 - Im Dienste ihrer Mayonnaise". Vor einer ausverkauften Halle präsentieren sie "eine bunte Mischung aus, Gesang, Groove, Spaß, aber auch Themen, die im Moment auf der Straße liegen", verrät Bopp. Von der Flüchtlingsthematik bis zu einem gewissen amerikanischen Präsidenten reiche die Bandbreite, aber auch Nonsense sei dabei. Dennoch: "Es ist uns wichtig, dass wir nicht nur rumblödeln. Wir zeigen, dass wir eine Haltung haben, machen aber kein politisches Kabarett."

Die Show in der Sindelfinger Stadthalle endet heute Abend gegen 22.15 Uhr, danach ist Abbau, jeder packt seine Sachen zusammen. Zum Glück nicht so viel. "Wir sind eigentlich alle Instrumentalisten. Ein Grund, warum wir A-cappella machen: Da muss man nicht mehr so viel schleppen." Ist alles abgebaut, kommt die wohl wichtigste Sache: das Essen. "Wir essen oft danach noch zusammen, weil wir davor nicht essen dürfen. Vollgefressen singt es sich einfach nicht so gut."

Nachdem Bopp am Donnerstag mit den Füenf noch in Rheinfelden, nahe der Schweizer Grenze, aufgetreten ist, gestern im Stuttgarter Theaterhaus, heute in Sindelfingen, hat er am Sonntag dann mal wieder frei. "Das ist schön. Der wird zum Entspannen mit der Familie genutzt, dass man da auch mal wieder gesehen wird."

Was Patrick Bopp so salopp sagt, ist tatsächlich kein einfaches Thema. Er ist neben seinem Engagement mit den Füenf noch Chorleiter beim Liederkranz in Steinenbronn und betreibt drei Mal im Monat die Mit-Sing-Veranstaltung "Aus voller Kehle für die Seele". Warum? "Das Arbeiten mit den Menschen reizt mich sehr. Ich kann Menschen gut zusammenbringen und schauen, was ist vorhanden, was kann man machen. Das ist mein Ding."

In einer Woche wie dieser, fällt das Ins-Bett-Bringen öfter aus

Bleibt da noch Freizeit? "Zu anderen Zeiten eben als bei anderen Menschen", sagt Bopp. "Die Abende sind natürlich sehr voll." So kann er seine dreieinhalbjährige Tochter zwar oft vom Kindergarten abholen, das Ins-Bett-Bringen muss in einer Woche wie dieser, aber öfter ausfallen.

In seinen Tätigkeiten blüht er auf: Umso wichtiger, dass er immer wieder seine freien Sonntage hat, die er mit seiner Familie in Steinenbronn verbringt. Für ein paar Jahre wohnte er in Stuttgart, doch dann zog er wieder aufs Land. "Mir hat's gut getan, in Steinenbronn groß zu werden. Die Natur drumherum, die Herzlichkeit, die in Steinenbronn da ist." Das möchte er seiner Tochter auch bieten.

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