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Identifikation

Kommentar

Artikel vom 05. Januar 2019 - 08:06

Von Eddie Langner

Die Biennale wurde im Jahr 2015 aus der Taufe gehoben, weil beim Sindelfinger 750-Jahr-Jubiläum zwei Jahre zuvor eine regelrechte Begeisterungswelle durch die Bevölkerung gegangen war. Erklärtes Ziel des Kulturfestivals war und ist es, die große Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt am Leben zu halten und weiter auszubauen. Die Entscheidung, dieses Jahr eine externe Regisseurin an Bord zu holen, stößt nicht auf ungeteilte Begeisterung. Zum einen gibt es Bedenken wegen der Größenordnung dieser Produktion, zum anderen sorgt die lange Probenzeit dafür, dass eine Mehrzahl der Rollen nicht mit Sindelfinger Eigengewächsen besetzt werden kann. Auch die Art und Weise, wie diese Entscheidung zustande kam, sorgte bei einigen Sindelfinger Theatermachern für hochgezogene Augenbrauen. Die Verantwortlichen im Kulturamt und beim Kuratorium wären deshalb gut beraten, den identitätsstiftenden Kerngedanken bei der Planung künftiger Biennalen wieder mehr in den Mittelpunkt zu stellen.

 

 

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