Ansprache auf Augenhöhe

Seit 2011 werben IHK-Ausbildungsbotschafter im Landkreis für die duale Berufsausbildung

Artikel vom 30. Dezember 2018 - 17:36

KREIS BÖBLINGEN (red). Seit sieben Jahren wirbt die IHK-Bezirkskammer Böblingen im Rahmen des Projekts "Ausbildungsbotschafter" für die duale Berufsausbildung. Die Botschafter sind selbst Auszubildende, die über ihren Beruf berichten und junge Menschen für eine duale Ausbildung gewinnen wollen. Dazu gehen sie unter anderem in Schulklassen und auf Ausbildungsmessen. Allein im Herbst 2018 warben die Ausbildungsbotschafter bei knapp 1000 Schülern. Somit erreichten sie die Marke von 10 000 Jugendlichen an über 40 Schulen im Landkreis Böblingen, die seit dem Projektstart im Jahr 2011 angesprochen wurden.

Derzeit gibt es 128 aktive Ausbildungsbotschafter im Landkreis Böblingen, rund 500 Jugendliche wurden von der Böblinger IHK seit Projektstart insgesamt ausgebildet. "Die Ausbildungsbotschafter sprechen Jugendliche auf Augenhöhe an", erläutert Marion Oker, die Leitende Geschäftsführerin der IHK-Bezirkskammer Böblingen, "sie berichten über ihre eigenen positiven Erfahrungen und schaffen es so bei jedem Einsatz, Interesse und Begeisterung für eine duale Berufsausbildung zu wecken."

Gymnasien fragen in letzter Zeit vermehrt an

Gerade im Hinblick auf den Fachkräftemangel und die zunehmende Zahl an Studienabbrechern rücke die duale Berufsausbildung noch stärker in den Fokus. "Eine abgeschlossene Ausbildung kann, genauso wie ein Studium, der Grundstein für eine tolle berufliche Karriere sein", betont die IHK-Geschäftsführerin Marion Oker und fügt hinzu: "Im Rahmen einer Ausbildung werden wichtige Kompetenzen vermittelt und theoretisches sowie praktisches Wissen miteinander verknüpft."

Die hohe Zahl an erreichten Schülern sei mit darauf zurückzuführen, dass die Gymnasien im Landkreis Böblingen seit einiger Zeit vermehrt Ausbildungsbotschafter anfragten. Davor seien die Botschafter vor allem von Werkreal-, Real- und Berufsschulen angefragt worden. Der erste Schritt in die Gymnasien sei durch die Kooperation mit der Studienorientierung geglückt.

Unabhängig von der Schulart geben die Botschafter in den Schulklassen Einblicke in ihre Berufe, schildern persönliche Erfahrungen und helfen mit Tipps zur Bewerbung. Im Anschluss an ihre Präsentation kann sich zudem jeder Schüler mit konkreten Fragen direkt an einzelne Auszubildende wenden. Diese persönlichen Gespräche seien mit am wertvollsten, weil dabei erste Irrtümer geklärt und Denkanstöße gegeben werden könnten, so Oker.

Weitere Informationen zum Projekt, das vom baden-württembergischen Wirtschaftsministerium gefördert wird, sind unter http://www.stuttgart.ihk.de/boeblingen im Internet zu finden. Ansprechpartnerin ist Petra Schaumburg, Telefon (0 70 31) 62 01-82 41.

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