Konzert für die Frühchen

Schüler des MPG musizierten zugunsten der Kinderklinik

  • img
    Die Schüler des Max-Planck-Gymnasiums im Einkaufzentrum Foto: red

Artikel vom 19. Dezember 2018 - 15:00

BÖBLINGEN/SINDELFINGEN (red). Die "Voices of MPG" und die "MPG Band" gaben jetzt unter der Leitung ihrer Musiklehrerin Alona Negrich im Breuningerland ein Wohltätigkeitskonzert.

Mit bekannten Popsongs und Jazzklassikern wie "Let it snow", "Havanna", "No Roots" oder "I see fire" stellten die Schüler ihr musikalisches Können unter Beweis und verbreiteten zugleich eine warme, vorweihnachtliche Stimmung, die wiederum die Spendenbereitschaft der Besucher erhöhte, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule. Der Erlös des Charity-Konzerts geht an die Böblinger Kinderklinik.

Es war bereits das zweite Mal, dass die Musik-AG des Max-Planck-Gymnasiums (MPG) für die Klinik musizierten. Beim ersten Mal im März 2018 waren Spenden von rund 2000 Euro zusammengekommen, mit denen ein spezielles Monitorgerät für die Ambulanz angeschafft werden konnte.

Dieses Mal sollen mit dem Erlös Lärmampeln für die Frühgeborenen-Intensivstation gekauft werden. "Die Ampeln sollen zu einer möglichst leisen, ruhigen Atmosphäre beitragen, um die extremen Frühchen von bedeutsamen Reizen abzuschirmen", erklärt Lutz Feldhahn, Geschäftsführender Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Pädiatrie und Neonatologie in Böblingen. Schon Reden in normaler Lautstärke könne bei den hochempfindlichen Frühgeborenen Stress auslösen; die Ampeln sollen Personal und Besucher dafür sensibilisieren und damit die Frühchen vor unnötigen Geräuscheinflüssen schützen.

Das Charity-Konzert, erzählt Alona Negrich, entstand aus Überlegungen, wie schön es wäre, etwas für kranke Kinder zu tun. "Ich habe die Vision, dass die Schüler mit Musik etwas Gutes tun könnten. Denn wir haben viel Freude beim gemeinsamen Musizieren, und davon wollen wir etwas weitergeben."

Lutz Feldhahn war von der Idee begeistert. "Ich bin für alle dankbar, die die Kinderklinik unterstützen und finde das Engagement der Jugendlichen erstaunlich. Es ist toll, dass sie sich für andere interessieren, denen es nicht so gut geht", betonte er.