Generalüberholung für die Mechthild

Wegen Umbaus der Böblinger Kongresshalle: Veranstalter legen "kreative Pause" ein

Artikel vom 16. Dezember 2018 - 18:12

BÖBLINGEN (edi). Die Barrierefreiheit in der Kongresshalle soll verbessert werden. Deshalb sind für kommendes Jahr Sanierungsmaßnahmen geplant (wir berichteten). Diese sollen zwar bis zum Herbst abgeschlossen sein, der Verein "Die Kultourmacher vom Alten Amtsgericht" will sich darauf aber lieber nicht verlassen und lässt das Festival deshalb im kommenden Jahr vorsorglich ausfallen.

"Wir gehen bei der Planung des Festivals mit 30 000 Euro in Vorleistung", erklärt Festival-Organisator Gerhard Gamp auf KRZ-Nachfrage, "das Risiko ist uns da einfach zu hoch." Schon in diesem Jahr komme man mit rund 1000 Besuchern wohl nur gerade so mit einer schwarzen Null heraus. Denn auch wenn an der Abendkasse nochmal viele Karten verkauft worden seinen, habe es für eine ausverkaufte Halle mit 1200 Gästen diesmal einfach nicht gereicht.

Unter anderem aus diesem Grund wollen die "Kultourmacher" jetzt erstmal eine kreative Pause einlegen und die Zeit nach eigenen Angaben nutzen, um das "Mechthild"-Konzept noch einmal komplett zu überdenken. Unter anderem wolle man auf die immer wieder geäußerte Kritik eingehen, das Festival sei mit gut dreieinhalb Stunden einfach zu lang. Zwar habe am Samstag alles wie am Schnürchen geklappt. Deswegen sei man Dank diszipliniertem Programmablaufs am Ende auch nur zwei Minuten hinter dem Zeitplan gelandet.

Dennoch wollen die "Kultourmacher sich überlegen, wie sie die "Mechthild" im Jahr 2020 nach ihrem einjährigen Schönheitsschlaf künftig noch schlanker und attraktiver machen können.

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