Hildegard von Bingen im Tanz

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    Tanzkunst trifft Hildegard von Bingen

Artikel vom 10. Dezember 2018 - 17:30

SINDELFINGEN (red). Sie hat die spirituelle und visionäre Essenz ihrer Schriften in eigenen Kompositionen im Stil der Gregorianik vertont, gilt damit als die letzte Komponistin von Gregorianischen Gesängen und ist außerdem die einzige Frau, von der eigene Kompositionen aus dem Mittelalter überliefert sind. Die Rede ist von Hildegard von Bingen.

Die ganzheitliche Heilkraft ihrer Musik entfaltet sie durch ein besonderes Wort-Melodie-Verhältnis. Ihre Lieder nicht nur zu singen, sondern auch zu tanzen, liegt daher sehr nahe, meint das Modern Dance Ensemble der SMTT Sindelfingen unter Leitung von Monika Heber-Knobloch.

Die drei Antiphone (so heißen diese Wechselgesänge in der Kirchenmusik), zu denen am Samstag, 15. Dezember, von 19 bis etwa 19.45 Uhr in der Martinskirche in Sindelfingen getanzt wird, ergänzt und verlängert Sänger Georg Grunenberg mit Improvisationen auf Klarinette und Obertongesang. Dazu unterstützt er die Gesänge und Improvisationen mit Monochord, Klangschale oder auch der indischen Shrutibox.

Im Zeitgenössischen Tanz lassen sich die Tänzer von dieser mutigen und starken Frau inspirieren. Sie beschäftigen sich mit ihrer Feinfühligkeit, ihrem Forschergeist und ihrer außergewöhnlichen Stärke als Frau in dieser Zeit.

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