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Nur noch ohne Kohle dampfen

Neue Regeln für Shisha-Bars

Artikel vom 26. November 2018 - 16:06

KREIS BÖBLINGEN (red). Das Landratsamt Böblingen hat neue rechtliche Regelungen für den Umgang mit Wasserpfeifen (Shishas) in Gaststätten erlassen. Grund für die Verfügung ist die gerade zur kalten Jahreszeit mangelnde Lüftung der Gaststätten mit Shishas und die damit verbundene Gefahr von Kohlenmonoxid-Anreicherungen in der Luft, heißt es in einer Pressemitteilung. Mittlerweile führe dies regelmäßig zu Kohlenmonoxid-Vergiftungen.

Zum Schutz der Gäste und der Beschäftigten ist das Rauchen und Bereitstellen von Shishas, die mit Kohle beziehungsweise organischen Materialien befeuert werden grundsätzlich untersagt. Eine Ausnahme gilt nur, wenn umfangreiche Maßgaben erfüllt werden.

Um eine Grenzwertüberschreitung in den Lokalen zu vermeiden sei es unter anderem notwendig, eine Belüftungsanlage mit einer bestimmten Luftumwälzleistung fachgerecht installieren zu lassen.

Die Leiterin des Gesundheitsamtes Dr. Heidi Kalmbach-Heinz warnt vor den Gefahren des beim Shisharauchen entstehenden Kohlenmonoxid. "Kohlenmonoxid führt sehr heimtückisch zu einer Rauchgasvergiftung - in manchen Fällen sogar mit Todesfolge. Denn die menschlichen Sinnesorgane sind nicht in der Lage, dieses Gas wahrzunehmen". Innerhalb des Körpers habe das Kohlenmonoxid verheerende Folgen. Bei Überleben einer akuten Kohlenmonoxidvergiftung sei mit Langzeitschäden am Nervensystem zu rechnen.