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Zukunft schaffen für die Schüler

Im Landkreis Böblingen wurden drei Schulen für ihre mathematisch-naturwissenschaftliche und digitale Arbeit geehrt

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    Vierter MINT-Kongress: Die Gymnasien in Rutesheim, Sindelfingen und Böblingen werden geehrt Foto: red

Den Schwerpunkt auf Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik legen - das war die Voraussetzung, um am vierten Kongress: "MINT Zukunft schaffen" in der Stadthalle Reutlingen ausgezeichnet zu werden. Drei Schulen aus dem Landkreis haben es geschafft.

Artikel vom 08. November 2018 - 17:42

KREIS BÖBLINGEN (red). Im Rahmen des vierten Kongresses "MINT Zukunft schaffen" wurden dieses Jahr 58 Schulen aus Baden-Württemberg als "MINT-freundliche Schule" ausgezeichnet. MINT bedeutet Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik". 23 Schulen erhielten das erste Mal die Ehrung, darunter auch das Max-Planck-Gymnasium in Böblingen. Weitere 35 Schulen wurden nach dreijähriger erfolgreicher Profilbildung erneut mit dem Signet "MINT-freundliche Schule" geehrt. Darüber konnte sich das Gymnasium Unterrieden in Sindelfingen freuen. Diese beiden gehören jetzt zu den 200 Schulen, die sich in Baden-Württemberg mit diesem Titel schmücken können.

Darüber hinaus wurden 24 Einrichtungen als "Digitale Schule" geehrt. Diesen wurde es durch einen Leitfaden ermöglicht, eine Standortbestimmung sowie eine Selbsteinschätzung zum Thema "Digitalisierung" vorzunehmen und Anregungen umzusetzen. Bei Vorliegen einer entsprechenden Profilbildung kann von einer digitalen Schule gesprochen werden. Im Kreis Böblingen darf sich das Gymnasium Rutesheim nun als solche bezeichnen.

Das Gymnasium in Rutesheim ist digitaler Vorreiter

Die Ehrung der Schulen in Baden-Württemberg steht unter der Schirmherrschaft der Ministerin für Kultus, Jugend und Sport, Susanne Eisenmann, sowie der Kultusministerkonferenz (KMK).

"Die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler sind Erfolgsgaranten - sowohl für die Schüler als auch ökonomisch betrachtet. Ähnliches gilt für Fähigkeiten im weiten Feld der Digitalisierung. Daher haben wir ja auch Informatik in der Sekundarstufe eingeführt und werden weiterhin die MINT-Aspekte der Bildung ebenso im Fokus behalten wie Wissen und Fähigkeiten im Umgang mit der Digitalisierung", sagt Eisenmann.

Das Gymnasium Rutesheim darf sich jetzt zu den digitalen Vorreitern zählen, so Thomas Sattelberger, Vorsitzender der BDA/BDI-Initiative "MINT Zukunft schaffen: "Wir zeigen einen Zielrahmen und die Leitplanken für den Weg auf. Damit sind wir wichtige Brückenbauer für den hoffentlich bald kommenden Digitalpakt Schule."

Diese Auszeichnung ist nicht nur ein schönes Schmuckstück für die Gymnasien im Kreis, sondern kommt auch den Schülern zugute: "Mehr und mehr wird die Sicherung der Fachkräftebasis darüber entscheiden, ob wir als Wirtschaftsstandort wettbewerbsfähig bleiben und weiter wachsen werden. MINT-Fachkräften kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, die anstehenden Transformationsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft zu gestalten", sagt Stefan Küpper, Geschäftsführer Politik, Bildung und Arbeitsmarkt bei den Arbeitgebern Baden-Württemberg, "der Grundstein dafür wird in unseren Schulen gelegt, die die jungen Menschen dazu ertüchtigen sollen, den Wandel vor allem als Chance und als Gestaltungsaufgabe zu begreifen."

Die geehrten Schulen werden für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Unternehmen sowie die Öffentlichkeit sichtbar und von der Wirtschaft nicht nur anerkannt, sondern auch besonders unterstützt. Die Schulen werden auf Basis eines standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess.

Zukunftsgestaltung, Praxisbezüge und Entwicklungsperspektiven

Die Initiative will Lernenden und Lehrenden in Schulen und Hochschulen sowie Eltern und Unternehmern die vielfältigen Entwicklungsperspektiven, Zukunftsgestaltungen und Praxisbezüge der MINT-Bildung nahe bringen und eine Multiplikationsplattform für alle bereits erfolgreich arbeitenden MINT-Initiativen in Deutschland sein.

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