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Arbeiten gehen statt Schulbank drücken

Mitmachen Ehrensache: Böblinger Schüler spenden an Beratungsstelle Thamar und Beteiligungsprojekt "Lampedusa calling"

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    Die zehn Botschafter für die Aktion Mitmachen Ehrensache - im Landratsamt in Böblingen haben sie sich Infos und Tipps geholt Foto: red

Anpacken und anderen etwas Gutes tun - das haben sich die Teilnehmer des Projektes "Mitmachen Ehrensache" gedacht. Auch dieses Jahr werden Schüler des Landkreises Böblingen an einem Tag arbeiten gehen und ihren Verdienst für soziale Zwecke spenden.

Artikel vom 05. November 2018 - 18:42

KREIS BÖBLINGEN (red). Zehn Mädchen und Jungen haben sich im Landratsamt Böblingen informiert, was sie als Botschafter für "Mitmachen Ehrensache" tun können, damit die Aktion wieder so erfolgreich wie in den Vorjahren stattfindet. Der Kreisjugendring Böblingen koordiniert die landesweite Aktion, bei der 2017 im Landkreis Böblingen das Gesamtvolumen von 200 000 Euro erreicht wurde.

Am Mittwoch, 5. Dezember, werden kreisweit erneut viele Schüler, anstatt die Schulbank zu drücken, einer bezahlten Arbeit nachgehen, aber den Erlös für eine gute Sache spenden. Landrat Roland Bernhard ist wieder Schirmherr der Aktion.

Die jungen Botschafter kannten die Aktion "Mitmachen Ehrensache" bereits aus eigener Erfahrung als "Jobber". Katrin Monauni und Ute Schmid, hauptamtlich in der Geschäftsstelle des Kreisjugendrings beschäftigt, informierten über die Details der Aktion. Der Erfolg und die Motivation der Schüler, sich ehrenamtlich zu engagieren, sei stets an die Bereitschaft der Arbeitgeber gekoppelt.

Gespendet wird an zwei Initiativen

Großen Wert legten Schmid und Monauni auf die zu treffenden Absprachen mit den Eltern und der Schulleitung, das korrekte Ausfüllen der Arbeitsvereinbarungen und der selbständigen Suche nach einem Arbeitsplatz. Die Jugendlichen sind am Arbeitsplatz haftpflichtversichert, und es müssen weder Sozialabgaben, noch Steuern abgeführt werden.

Der Gewinn der diesjährigen Aktion geht an Thamar, die Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch in Böblingen, und an das Beteiligungsprojekt für Jugendliche "Lampedusa calling" des Stadtjugendrings Herrenberg. Hier geht es darum, Integration und interkulturelle Vielfalt in der Gesellschaft zu fördern. Jugendliche beteiligen sich an einer Wanderausstellung, die in Seefrachtcontainern untergebracht ist und beleben den öffentlichen Raum. Die Ausstellung wird 2019 auch in Böblingen gezeigt und sicherlich zu Diskussionen über Werte und Vielfalt anregen.

Wer Interesse an dem Projekt hat, kann beim Kreisjugendring Böblingen Infos, Flyer, Arbeitsvereinbarungen und T-Shirts bestellen. Weitere Informationen gibt es unter http://www.mitmachen-ehrensache.de im Netz.

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