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DRK-Krankentransporte testweise rund um die Uhr

Krankentransporte im Kreis Böblingen: Deutsches Rotes Kreuz steht im November probeweise 24 Stunden zur Verfügung

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    Einsatzbereit am Transportwagen (von links): Jürgen Schmid (stellvertretender Leiter der DRK-Rettungswache Sindelfingen), Rettungsdienstleiter Gerhard Fuchs, Rettungssanitäterin Katharina Mezger, Rettungsassistent Sebastian Mathes und Kreisgeschäftsführer Wolfgang Breidbach Foto: red

Artikel vom 02. November 2018 - 14:36

KREIS BÖBLINGEN (red/krü). Der vielfach verwendete Begriff "Krankenwagen" ist etwas missverständlich, sind doch zwei unterschiedliche Gefährte darunter zu verstehen: auf der einen Seite der Rettungswagen, der bei einem Notfall mit Blaulicht anrückt, und auf der anderen Seite der Krankentransportwagen (KTW), der verletzte oder erkrankte Personen zum Arzt bringt, ohne dass ein Notfall vorliegen würde.

In diesem zweiten Bereich agiert die Service- und Krankentransport gGmbH als hundertprozentige Tochter des DRK-Kreisverbandes Böblingen. Nun bietet die Gesellschaft testweise eine Neuerung: Im November dieses Jahres wird einen Monat lang ein Krankentransportwagen (KTW) rund um die Uhr im Einsatz sein.

"Wir haben uns entschlossen, probeweise einen Monat lang einen 24-Stunden-Betrieb anzubieten", sagt Wolfgang Breidbach, DRK-Kreisgeschäftsführer und Geschäftsführer der Service- und Krankentransport gGmbH, "obwohl uns von Seiten der Kostenträger ein solcher 24-Stunden-Dienst des Krankentransportwagens nicht in vollem Umfang refinanziert wird." Man werde das aus dem Probebetrieb zu erwartende Defizit selbst tragen.

Wolfgang Breidbach wie auch DRK-Rettungsleiter Gerhard Fuchs weisen in der Pressemitteilung des Böblinger Kreisverbandes darauf hin, dass sich die Mitarbeiter im Krankentransport dazu bereit erklärt hätten, den Probebetrieb einen Monat lang durch Mehrarbeit zu gewährleisten.

DRK kritisiert, dass Krankenkassen 24-Stunden-Betrieb nicht erstatten

Das Führungsduo betont zudem, dass die Ergebnisse und Erfahrungen des einmonatigen Probebetriebs sorgfältig ausgewertet und transparent veröffentlicht würden. Auf dieser Grundlage werde dann geprüft, ob ein weiterer Einsatz rund um die Uhr angeboten werden könne.

Unabhängig davon bleibe jedoch die Forderung und Erwartung des Roten Kreuzes im Raume, von den Krankenkassen kostendeckende Entgelte für den Transport erstattet zu bekommen.

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