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Mit Plastikdeckeln schon 126 Impfungen ermöglicht

Hausfrauenbund Ortsverband Schönbuchlichtung engagiert sich mit Sammelaktion weiter im Kampf gegen die Kinderlähmung

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Artikel vom 29. Oktober 2018 - 15:36

KREIS BÖBLINGEN (red). Die Sammelaktion, in die der Hausfrauenbund Ortsverband Schönbuchlichtung, 2017 eingestiegen ist, geht ununterbrochen weiter: Die engagierten Hausfrauen sammeln unentwegt Plastikdeckel, um mit dem Erlös den Kampf gegen die Kinderlähmung zu unterstützen und die Krankheit weltweit auszurotten. Dazu muss die Aktion "Deckel gegen Polio" laut einer Pressemitteilung noch viele Jahre weitergehen und ist auf breite Unterstützung angewiesen.

Pro gesammeltes Kilo kann eine Impfung gegen Polio finanziert werden. Bis jetzt hat der Hausfrauenbund drei Ladungen Deckel abgeliefert: Zweimal 38 Kilogramm und einmal sogar 50 Kilogramm. Eine einmalige Impfung schützt allerdings nicht vor einer Neuinfektion, daher müssen die Impfungen in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. Erst wenn die Ansteckungsgefahr der Krankheit weltweit gleich null ist, kann der Kampf gegen Polio als beendet gelten.

Ein Kilo Plastikdeckel der Kunststoffgruppen Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) ergibt eine Polio-Impfung. Polyethylen wird durch die "02" und die zugehörigen Buchstaben "HDPE" oder "PEHD" im Deckel beispielsweise von Trink- oder Shampooflaschen gekennzeichnet. Polypropylen wird durch die "05" und das Kürzel "PP" kenntlich gemacht.

Unerfahrenen empfiehlt Marie-Luise Schmit, die Öffentlichkeitsarbeiterin des Vorstands des Hausfrauenbundes von der Schönbuchlichtung, bei den ersten Deckeln zu einer Lupe zu greifen. Inwändig sind die begehrten und wertvollen Verschlusskappen mit einem Dreieck markiert, das die Sorte des Kunststoffs angibt. "Pro Tonne können - je nach Sortenreinheit, Verschmutzungsgrad und Marktlage - zwischen 50 und 500 Euro erzielt werden", berichtet Marie-Luise Schmit. "Der Preis, den man mit dem Verkauf erzielen kann, liegt umso höher, je reiner und sauberer die gesammelten Deckel sind."

Mögliche Kunststoffquellen sind: Getränkeflaschen und Tetrapacks, Nutellagläser, Shampoos, Überraschungseier, Zahnpastatuben und Waschmittel. Auf keinen Fall dürfen die Deckelsammlungen Fremdkörper wie Metalldeckel oder Kronkorken beinhalten.

Die eingerichteten Abgabestellen in den Schönbuchkommunen sind in Altdorf Familie Kappler in der Rosenstraße 3, in Hildrizhausen Marie-Luise Schmit in der Zeppelinstraße 22, in Holzgerlingen Familie Heitsch, Friedhofstraße 30 oder Familie Haußmann, Rechbergstraße 13, in Weil im Schönbuch Familie Riede, Ziegelhütte 10. Für den Deutschen Hausfrauen-Bund, Ortsverband Herrenberg, nimmt in Gäufelden Frau Schieler, im Amselweg 30, gesammelte Deckel an.

Weitere Informationen zur Deckel-Sammel-Aktion unter https://rotary.de/endpolionow/ im Internet.
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