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Zehn neue Helfer in der Not

DRK-Kreisverband begrüßt angehende Notfallsanitäter

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    Die zehn neuen Auszubildenden zur Notfallsanitäterin und zum Notfallsanitäter mit DRK-Kreisgeschäftsführer Wolfgang Breidbach, Rettungsleiter Gerhard Fuchs und weiteren DRK-Rettungsdienst-Verantwortlichen Foto: red

"Nur noch kurz die Welt retten": Mit dieser musikalischen Anspielung hat in der Stadthalle Herrenberg kürzlich die Begrüßungsfeier für 360 angehende Notfallsanitäter begonnen. Darunter auch zehn junge DRK-Angehörige aus dem Kreis Böblingen.

Artikel vom 29. Oktober 2018 - 12:24

KREIS BÖBLINGEN (red). Die Auszubildenden haben am 1. Oktober angefangen und werden drei Jahre lang lernen: die Theorie an den elf Standorten der Landesschule des Deutschen Roten Kreuzes, die Praxis an ihren jeweiligen Arbeitsplätzen im ganzen Land. Einen so starken Jahrgang mit 360 Auszubildenden gab es seit der Einführung des Notfallsanitäters noch nicht, heißt es in einer Pressemitteilung des DRK. Dies sei ein weiterer Schritt der DRK-Landesschule, um Personallücken möglichst bald schließen zu können.

"Sie alle werden dringend gebraucht und erwartet", sagte der Geschäftsführer der DRK-Landesschule, Alfred Schulz, bei der Feier in Herrenberg. Er rechne damit, dass im Land bald mehr Kapazitäten beim Rettungsdienst vorgehalten würden - und so seien die Auszubildenden auch ein Beitrag zum Gemeinwohl.

Michael Steindorfner, Präsident des DRK-Kreisverbandes Böblingen, sagte, dass man auch im DRK-Kreisverband Böblingen schon seit Jahren der Ausbildung eines qualifizierten Nachwuchses für den Rettungsdienst ein ganz besonderes Augenmerk schenke. "Seit dem 1. Oktober 2018 haben wir mit den zehn neuen Auszubildenden insgesamt 25 junge Menschen, die den Beruf einer Notfallsanitäterin oder eines Notfallsanitäters ergreifen möchten."

Was dürfen die Sanitäter?

Präsident Steindorfner nahm die Veranstaltung zum Anlass, einmal den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im DRK-Rettungsdienst ein ganz herzliches Dankeschön für ihren Einsatz auszusprechen. "Wir wissen alle um den bundesweiten Personalmangel im Rettungsdienst. Dass hohe fachliche Kompetenz und eine Einsatzbereitschaft rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr trotz aller Widrigkeiten und äußeren Umstände für die Menschen in diesem Land gewährleistet wird, ist ihnen zu verdanken. Sie leisten über ihre eigentliche Verpflichtung hinaus eine gewaltige Mehrarbeit und damit einen nicht hoch genug einzuschätzenden Dienst an der Gesellschaft. Auch daraus sprechen der Geist und das Vermächtnis von Henry Dunant."

Dringend notwendig ist nach Michael Steindorfners Auffassung eine landesweit einheitliche Regelung für die Handlungskompetenzen der Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter. Immerhin seien bereits fast fünf Jahre seit dem Inkrafttreten des Notfallsanitätergesetzes in Baden-Württemberg verstrichen, doch geschehen sei in dieser doch schon langen Zeit in dieser Hinsicht nichts, bemängelte der Präsident des DRK-Kreisverbandes Böblingen. Anders als in Thüringen, denn dort habe der Freistaat durch ein Gesetz vom Juli 2018 für klare Verhältnisse und damit vor allem für Rechtssicherheit bei invasiven Maßnahmen im Notfalleinsatz gesorgt. Was in Thüringen möglich ist, muss auch bei uns in Baden-Württemberg zu schaffen sein", erklärte Steindorfner.

Die 360 Schülerinnen und Schüler werden in 18 Klassen unterrichtet. Notfallsanitäter zu werden ist anspruchsvoll: Zwischen den Theorie-Blöcken der Landesschule liegen die Praxisphasen, wofür die Auszubildenden in Rettungswachen und Kliniken mitarbeiten. Am Ende der dualen Ausbildung wartet eine staatliche Prüfung, bei der die Absolventen zeigen müssen, was sie gelernt haben.

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