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Gesundheitsamt empfiehlt frühzeitige Grippeimpfung

In der Saison 2018/2019 wird ein neuer Impfstoff verwendet - Allgemeine Schutzmaßnahmen wie Händewaschen dennoch wichtig

Artikel vom 21. Oktober 2018 - 18:48

KREIS BÖBLINGEN (red). Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts war die Grippewelle in Deutschland im vergangenen Winter außergewöhnlich stark. Gerade im Landkreis Böblingen waren viele jüngere Personen an der Grippe erkrankt.

Eine Impfung bleibe der einzige spezielle Schutz vor der Grippe, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes. Das Robert-Koch-Institut und das Gesundheitsamt raten daher, sich frühzeitig gegen Grippe impfen zu lassen. Empfohlen wird in Baden-Württemberg die Grippeschutzimpfung nicht nur Personen ab 60 Jahren, chronisch Kranken, Schwangeren und dem Medizin- und Pflegepersonal, sondern allen Bevölkerungsgruppen.

In diesem Jahr wird ein sogenannter tetravalenter Impfstoff verwendet, der vier Viruskomponenten enthält. Es wird daher erwartet, dass die Schutzwirkung dieses Impfstoffes höher ist als beim Dreifachimpfstoff, der noch zu Beginn der letzten Grippesaison empfohlen wurde. Es dauert etwa zwei Wochen, bis der Impfschutz aufgebaut ist. Die Schutzwirkung der Impfung hält etwa ein halbes Jahr an.

Der Impfstoff schützt jedoch nicht vor einer einfachen Erkältung oder einem grippalen Infekt. Trotz einer Schutzimpfung sollten daher auch allgemeinen Schutzmaßnahmen wie das regelmäßige Händewaschen, das Vermeiden von Menschenansammlungen oder das Niesen in die Ellenbeuge beachtet werden, um sich vor einer Erkältung oder einem Infekt zu schützen.

Im Landkreis Böblingen wurden dem Gesundheitsamt in der letzten Saison 2017 mit 1112 deutlich mehr Grippefälle gemeldet als in den Vorjahren. In der Vorsaison 2016/17 wurden lediglich 472 Fälle gemeldet. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass nur die Erkrankungen, die auch durch Laboruntersuchungen nachgewiesen werden, meldepflichtig sind. Eine Laboruntersuchung findet jedoch nur in den wenigsten Fällen statt, da für eine Diagnose meist die bestehenden Symptome ausreichend sind.

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