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Wofür müssen wir büßen?

Schuldgefühle bei psychischen Erkrankungen: Gesprächsabend

Artikel vom 05. Oktober 2018 - 16:18

KREIS BÖBLINGEN (red). Zum neunten Mal beteiligt sich der Landkreis Böblingen am "Tag der seelischen Gesundheit". Dieses Jahr wirkt der Landkreis bei den "Rote-Sofa-Gesprächen" des Psychiatrischen Behandlungszentrum Böblingen mit.

Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe findet am Mittwoch, 10. Oktober, von 18 bis 21 Uhr eine Veranstaltung im Psychiatrisches Behandlungszentrum des Böblinger Krankenhauses (Bunsenstraße 120) statt. Ein Thema der Veranstaltung ist die Schuldfrage bei psychischen Erkrankungen. Alle Interessierten sind eingeladen an der kostenfreien Veranstaltung teilzunehmen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

"Mit unserer Veranstaltung wollen wir einen Dialog zwischen Angehörigen, Betroffenen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Beratungsdienste anregen und Vorurteile in Bezug zu psychischen Erkrankungen in der Bevölkerung abbauen", so Brigitte Lober, Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie, Gesundheitsamt Böblingen.

Zwei Impulsvorträge von Gunther Essinger, dem medizinischen Direktor des Klinikum Nordschwarzwald, und von Heinrich Meyer, Pfarrer im Ruhestand aus Calw, führen in das Thema ein. Im Anschluss können sich die Teilnehmer in die Diskussion einbringen und nach einer Pause in einer von drei Arbeitsgruppen mitmachen.

Vielfältige Sicht auf das Thema

Das Thema wird dabei aus theologischer, medizinischer und psychodynamischer Sicht beleuchtet. Moderiert wird der Abend von Martin Eitel, Diakon und Sozialpädagoge vom Gemeindepsychiatrischen Zentrum Sindelfingen.

Sowohl Betroffene als auch Angehörige von psychisch kranken Menschen haben oft Schuldgefühle. Für deren Entwicklung steht die moralische Dimension der Schuld im Vordergrund. Fragen tauchen auf: Warum gerade ich oder wir? Wofür müssen wir büßen? Was haben wir falsch gemacht?

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