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Nachwuchs bei den DRK-Notfallsanitätern

Zweiter Ausbildungsjahrgang zuletzt verabschiedet - Drei Absolventen aus dem Kreis Böblingen - Appell an die Landespolitik

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    Freuen sich über den erfolgreichen Abschluss der Notfallsanitäter (von rechts): Wolfgang Breidbach, Metin Soylu, Kai Oelschlägel, Praxisanleiter Daniel Stafforst, Jasmin Hahn, Gerhard Fuchs, Praxisanleiter Andreas Riffel und Betriebsratsvorsitzender Michael Maier Foto: red

Nachwuchs beim Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Land: Zuletzt wurden 127 junge Notfallsanitäter nach dreijähriger Ausbildung in ihren zukünftigen Beruf im DRK-Dienst entlassen.

Artikel vom 04. Oktober 2018 - 17:18

KREIS BÖBLINGEN (red). Zum zweiten Mal wurde ein Ausbildungsjahrgang zum Notfallsanitäter verabschiedet. "So erhalten unsere DRK-Rettungswachen in Baden-Württemberg eine willkommene wertvolle und hochqualifizierte Verstärkung", konstatierte Wolfgang Breidbach, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Böblingen.

Bei einem Festakt in der Stadthalle Herrenberg erhielten die 127 Nachwuchskräfte ihre Auszeichnungen, nachdem sie an der DRK-Landesschule Pfalzgrafenweiler und ihren DRK-Lehrrettungswachen drei Jahre lang ausgebildet wurden - unter ihnen mit Jasmin Hahn, Metin Soylu und Kai Oelschägel auch drei Absolventen aus dem DRK-Kreisverband Böblingen.

Metin Soylu und Kai Oelschlägel verstärken seit dem 1. Oktober die DRK-Rettungswache in Leonberg, während Jasmin Hahn abwechselnd in den DRK-Rettungswachen in Sindelfingen und Leonberg als Notfallsanitäterin tätig sein wird.

Wolfgang Breidbach betonte, dass die 44 Mitglieder des ersten Absolventenjahrgangs im September 2017 "Pioniere" gewesen seien, das aber genauso auf die jetzt verabschiedeten jungen Frauen und Männer zutreffe. Auch sie hätten erfolgreich Neuland erkundet. Denn die vollwertige Ausbildung zum Notfallsanitäter gibt es erst seit wenigen Jahren, durch dieses Angebot wurde der Rettungsassistent abgelöst.

Breidbach plädierte mit Nachdruck dafür, "dass die Notfallsanitäter auch all das anwenden dürfen, was sie gelernt haben". Denn fast fünf Jahre nach dem Inkrafttreten des Notfallsanitätergesetzes gebe es für die Betroffenen immer noch keine landesweit einheitliche Regelung der Handlungskompetenzen im Hinblick auf invasive Maßnahmen im Notfalleinsatz. Thüringen habe hier inzwischen für klare Verhältnisse gesorgt. "Und das müssen wir in Baden-Württemberg auch hinbekommen und Rechtssicherheit schaffen", forderte Wolfgang Breidbach und richtete einen entsprechenden Appell an die verantwortliche Politik.

Im Oktober haben im DRK-Landesverband Baden-Württemberg 326 angehende Notfallsanitäter einen neuen Ausbildungsgang begonnen, darunter sieben junge Menschen aus dem DRK-Kreisverband Böblingen. Gerhard Fuchs, Leiter des DRK-Rettungsdienstes im Landkreis Böblingen, zeigte sich zufrieden mit dieser Entwicklung: "Wir sind auf einem guten Weg", sagte er. Im DRK-Kreisverband Böblingen schenke man schon seit Jahren der Ausbildung eines qualifizierten Nachwuchses für den Rettungsdienst ein besonderes Augenmerk.

Seit dem 1. Oktober verfügt der DRK-Rettungsdienst im Landkreis Böblingen mit den zehn neuen Auszubildenden über insgesamt 25 junge Menschen, die den Beruf des Notfallsanitäters ergreifen möchten. Die Lehr-Rettungswachen in Sindelfingen und Leonberg sind darauf vorbereitet. Insgesamt sind im DRK-Rettungsdienst des Landkreises zurzeit laut Fuchs 148 Angehörige tätig (umgerechnet auf Vollzeitstellen).

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