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Wieder mehr Gesellen bei den Fleischern

Böblinger Innung hat ihre Lehrlinge losgesprochen und Jubilare geehrt - Doris Mayer seit 40 Jahren bei Nufringer Metzgerei Schneck

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    Gemeinsame Freude über die guten Abschlüsse: Die losgesprochenen Fachverkäuferinnen und Fleischer-Azubis Arsine Bajrami, Sarah Lanser, Florian Kopp, Michael Klaußner, Seckin Kabalar und Wibke Seitz (2. bis 7. von links), eingerahmt von Berufsschulleiter Gerald Machner (ganz links), Obermeister Matthias Scherer (2. von rechts) und Lehrlingswart Hans Jörg Schill (ganz rechts). / Foto: Schmidt

Zur traditionellen Lossprechung samt Mitarbeiterehrung und Familienfeier hat sich zuletzt die Fleischerinnung Böblingen getroffen. Die Verantwortlichen freuten sich über doppelt so viele neue Gesellen wie im Vorjahr.

Artikel vom 25. September 2018 - 15:24

Von Holger Schmidt

KREIS BÖBLINGEN. "Ihr könnt stolz auf euren Gesellenbrief sein", sagte Innungs-Obermeister Matthias Scherer bei der Zeugnisübergabe im Maichinger GSV-Vereinsheim. "Ihnen sind die Türen geöffnet für alle weiteren Wege", gratulierte Kreis-Handwerksmeister Wolfgang Gastel in seinem Grußwort.

"Die Betriebe sind gesund und suchen dringend Nachwuchs", freute sich Gerald Machner, Leiter der Hoppenlau-Schule in Stuttgart, die sich um die Azubis aller Nahrungsberufe in Nordwürttemberg kümmert. Von tollen jungen Leuten mit lauter guten Ergebnissen berichtete Machner aus eigener Erfahrung, hat er doch alle diesjährigen angehenden Fleischfachverkäufer und Fleischer aus dem Landkreis Böblingen selbst unterrichtet. Im Einzelnen waren dies Seckin Kabalar, Michael Klaußner, Florian Kopp, Florian Lenhart, die Verkäuferinnen Arsine Bajrami und Sarah Lanser sowie als Jahrgangsbeste die mit einem Geschenk ausgezeichnete Fleischerin Wibke Seitz aus Herrenberg.

"Euch jungen Gesellinnen und Gesellen möchte ich noch folgenden Rat geben", beendete Matthias Scherer seine kurze Laudatio, "man lernt nie aus, deshalb gebt weiter Gas." Da schloss sich Wolfgang Gastel an: "Denken sie daran, dass sie Meister werden können", schrieb der Kreis-Handwerksmeister den jungen Leuten ins Stammbuch für den weiteren beruflichen Lebensweg. Garniert mit einem Seitenhieb in Richtung Politik, weil die Ausbildung im Handwerk von den Betrieben noch immer selbst bezahlt werden müsse, während Studenten über öffentliche Mittel unterstützt werden.

Betriebe, die gut ausbilden, sind das eine. Solche, die nicht nur den Nachwuchs fördern, sondern ihnen auch als Mitarbeiter eine dauerhafte Anstellung bieten, das andere. Ein Betriebsjubiläum wie das von Doris Mayer, die auf vier Jahrzehnte bei der Nufringer Metzgerei Schneck zurückblicken kann, ist aber selbst im Handwerk etwas ganz Besonderes. Die 30 Jahre machte ihre Kollegin Alexandra Groß voll, 25 Jahre Hannelore Supper und je 20 Jahre Michaela Marquardt und Martina Mittag. Ebenfalls jeweils 20 Jahre vollendeten Concetta Scumace und Natali Wild bei der Eltinger Metzgerei Kicherer und zehn Jahre ihre Arbeitskollegin Petra Stüber.

Ein leckeres Vier-Gang-Menü, eine Tombola mit 100 Gewinnen und Tanz bis nach Mitternacht rundeten die Lossprechung der Fleischerinnung Böblingen gesellig ab.

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