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Integrationshilfe für Geflüchtete

Artikel vom 13. September 2018 - 17:48

KREIS BÖBLINGEN (red). Von den 26 Kommunen im Landkreis Böblingen nehmen 18 Städte und Gemeinden die Aufgabe des Integrationsmanagements aus eigenen Kräften wahr. Die anderen acht Kommunen haben den Kreis damit beauftragt. "Das Integrationsmanagement läuft im Landkreis Böblingen bereits auf Hochtouren", freut sich Landrat Roland Bernhard in einer Pressemitteilung. Er erläutert: "Nun haben auch Geflüchtete, die durch die Städte und Gemeinden in Anschlussunterbringung aufgenommen wurden, überall ortsnah Ansprechpartner. Diese unterstützen in allen zentralen Fragen des Lebens. Ziel ist die Integration der Geflüchteten."

Über das Programm des Integrationsmanagements fördert das Land Baden-Württemberg über 40 Stellen kommunaler Integrationsmanagerinnen und -manager im Landkreis. Ihre zentrale Aufgabe liegt in der individuellen und niederschwelligen Sozialberatung und - begleitung der Geflüchteten in der Anschlussunterbringung. Das Programm läuft zunächst zwei Jahre. Der Landkreis wird mit rund zwei Millionen Euro gefördert.

Der Landkreis Böblingen verfügt über die staatliche Aufgabe der vorläufigen Unterbringung über jahrelange Erfahrung in der Sozialbetreuung von Geflüchteten, heißt es weiter. Schulungen, heißt es weiter, bieten eine gute Grundlage, sind jedoch nicht ausreichend für die Qualifizierung einer guten Betreuung von Flüchtlingen. Immer wieder stellten schwierige und komplexe Fälle neue Herausforderungen an die Beratung. Der Landkreis bietet daher monatlich eine moderierte Austauschrunde an. Dabei kommen die Sozialbetreuer mit den Integrationsmanagern zusammen, um Strategien für komplizierte Fälle gemeinsam zu entwickeln.

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