Anzeige

Vom Baumschnitt zu den Gärresten

"Unseren Abfällen auf der Spur": Der Abfallwirtschaftsbetrieb bot Einblick in die Entsorgungsanlagen des Landkreises

  • img

Artikel vom 13. September 2018 - 15:42

KREIS BÖBLINGEN (red). Der Abfallwirtschaftsbetrieb Böblingen lud vor Kurzem die Bürger zu einer Besichtigungsfahrt. 50 Teilnehmer fuhren in zwei Gruppen von Station zu Station und erhielten dort Führungen durch die Entsorgungsanlagen. "Unsere Gäste waren von der Größe des Betriebs beeindruckt. Schon allein über die Dimension des Fuhrparks waren die Teilnehmer erstaunt", äußerte sich Werkleiter Wolfgang Bagin in einer Pressemitteilung sehr zufrieden.

Beide voll besetzten Besichtigungsrunden starteten von der ehemaligen Kreismülldeponie Böblingen zum Restmüllheizkraftwerk Böblingen. Die Besucher staunten über die Anlagentechnik, aber auch über die Größe der Anlage und die Leitzentrale. Letztere überwacht und steuert elektronisch alle Anlagenteile. Anschließend ging es zu Fuß weiter zum nebenan liegenden Betriebshof mit Fuhrpark und Werkstatt.

Die Ganztagesgruppe hatte dann die Gelegenheit, das Häckseln von Baum- und Heckenschnitt hautnah mitzuerleben. Nach einem Vortrag zur Deponierung und der aufwendigen Nachsorge einer ehemaligen Mülldeponie ging es mit dem Bus auf die Kuppe. Bei dem schönen Wetter war dies ein echter Höhepunkt der Veranstaltung mit einem faszinierenden Ausblick auf den südlichen Teil des Landkreises, den Schönbuch bis hin zur Schwäbischen Alb.

In der Vergärungsanlage Leonberg gab es vor der Führung eine Mittagspause mit Essen und Getränken. Hier erhielten die Besucher einen Einblick, wie der eingesammelte Biomüll verarbeitet und mithilfe des erzeugten Biogases Strom und Wärme gewonnen wird. Auch die Kompostierung der anfallenden Gärreste konnte besichtigt werden. Jeder Teilnehmer hatte die Möglichkeit, sich den Qualitätskompost in ein Vorsortiergefäß zu schaufeln und als kleines Geschenk mitzunehmen. Die vorletzte Station war die Sindelfinger Wertstoff-Sortier- und Umschlagstation, die laut Pressetext ein Herzstück der Wertstofferfassung im Landkreis darstellt. Ein anschließender Besuch des Steinbruchs der Firma NSN in Magstadt war für alle Teilnehmer sehr beeindruckend und rundete die Ganztagestour ab, heißt es weiter.

Die Halbtagestour fuhr mit dem Bus nach der Besichtigung des Restmüllheizkraftwerks weiter zur Vergärungsanlage. Nach Führung und Kaffeepause ging es zur Sortieranlage in Sindelfingen. Dort bekamen die Teilnehmer eine Führung durch die Anlage. Von der Anlieferung der Wertstoffe, über die Sortierung bis zur Zwischenlagerung der stofflich getrennten und gepressten Wertstoffballen, die abschließend von den verwertenden Firmen abgeholt werden. Diese Gruppe traf dann zeitgleich mit der aus dem Steinbruch kommenden Ganztagesgruppe in der Betriebshalle auf der ehemaligen Deponie Böblingen ein, um gemeinsam den Ausflugstag ausklingen zu lassen. Die Teilnehmer stellten viele Fragen und erhielten von den Fachleuten des Abfallwirtschaftsbetriebs umfassende Antworten, schreiben die Veranstaklter. "Es war unseren Gästen nicht bekannt, dass wir nahezu alle Aufgaben rund um die Abfallwirtschaft in Eigenregie erledigen und so viele Entsorgungsanlagen selbst betreiben", so der Werkleiter. Von den Teilnehmern gab es einhelliges Lob für die Veranstaltung verbunden mit dem Wunsch, die Tore öfter für Besichtigungen zu öffnen.

Verwandte Artikel