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So viele Fahrgäste wie noch nie in Bus und Bahn

VVS zieht zum ersten Halbjahr eine positive Bilanz

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    Foto: vvs.de

Artikel vom 04. September 2018 - 18:00

KREIS BÖBLINGEN (lad). Der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) zeigte sich bei seiner Sommerpressekonferenz sichtlich zufrieden. Noch nie sind in den ersten sechs Monaten eines Jahres so viele Fahrgäste mit Bussen und Bahnen gefahren. In Zahlen: 188,5 Millionen Fahrten sagt die Statistik, das sind 3,7 Millionen mehr als im letzten Jahr, ein Zuwachs von zwei Prozent. Mit der neuen Tarifzonenreform - die laut VVS "historisch" und laut Landrat Roland Bernhard ein "großer Wurf" ist - sollen es aber noch mehr werden.

Zuwachs gab es vor allem im Berufsverkehr (66 197 904 verkaufte Tickets, oder 5,4 Prozent mehr als im Vorjahr) und bei den Senioren (14 877 902 verkaufte Tickets, 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr). Das bedeutet vor allem, dass in Zukunft ein Schwerpunkt auf die Barrierefreiheit gelegt werden muss. "In absehbarer Zeit fahren im Verbundgebiet nur noch Niederflurbusse", vermeldet VVS-Geschäftsführer Horst Stammler einen großen Erfolg in diese Richtung.

Neue Express-Buslinie von Leonberg nach Stuttgart

Eine Neuigkeit gibt es noch in diesem Jahr. Ab Dezember fährt die Express-Buslinie X2 von Leonberg nach Stuttgart. "Wir wollen damit testen, ob wir die S6 entlasten können", erklärt Stammler die Beweggründe. Die neue Linie fährt auf dem Weg der bestehenden Linie 92 über die Schillerhöhe auf direktem Weg durch den Stuttgarter Westen zum Rotebühlplatz. Die Fahrtzeit beträgt 30 Minuten und ist damit acht Minuten schneller als die Linie 92. Fahrtzeiten sind werktags von 6 bis 20.30 Uhr im Halb-Stunden-Takt. In der Überlagerung mit der Linie 92 ergibt sich ein 15-Minuten-Takt.

Die bisherige Expresslinie von Leonberg über die Universität zum Flughafen sei derzeit noch "ausbaufähig", so Stammler, dennoch wird der Halbstundentakt auf 14 bis 19 Uhr ausgeweitet. Zudem werden die Anschlüsse zur S-Bahn und anderen Buslinien verbessert.

Auf der Schiene wird bei den Linien S1 und S6/60 der 15-Minuten-Takt um eine Stunde auf 10 Uhr verlängert. Bis 2021 soll dieser dann den ganzen Tag laufen. Mit zusätzlichen Zügen von Herrenberg und Weil der Stadt wird zudem die Frühanbindung zum Flughafen verbessert.

Landrat Bernhard verkündete anschließend stolz, dass man beim Ausbau der Schönbuchbahn nahezu im geplanten Kostenbereich liege. Die derzeitige Prognose liegt mit knapp 72 Millionen Euro nur fünf Millionen über der einstigen Kalkulation. "Im Vergleich zu anderen Projekten ein Nasenwasser", sagte er.

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