Anzeige

Kommentar: Mehr Zapfsäulen als Stromer

Florian Ladenburger

Artikel vom 01. September 2018 - 21:24

Bei der Fortbewegung mittels Elektroauto muss auch in Böblingen keiner Angst haben, irgendwo im Stadtgebiet mit leerem Akku zu stranden. Fast drängt sich der Eindruck auf, die Dichte der Ladesäulen übersteigt mittlerweile die Dichte der Elektroautos. Zwar hat deren Zahl in der Zulassungsstatistik kräftige Sprünge gemacht. Aber bleibt doch immer noch im homöopathischen Bereich. Die Gründe sind auf beiden Seiten zu suchen: Den Herstellern und den Käufern. Letztere sind ob der zum Teil happigen Preise für die Stromer bei gleichzeitig schlechterer Reichweite noch immer zurückhaltend. Und ja, als Reisefahrzeug taugen die E-Mobile noch nicht. Nur mit wenigen Modellen lässt sich bedenkenlos aus hiesigen Gefilden etwa nach München surren - die Akkus erlauben selten weite Sprünge über 200 Kilometer.

Doch auch auf Herstellerseite herrscht Handlungsdruck. Einerseits haben gerade die deutschen Autobauer kaum preiswerte Modelle im Angebot. Und die, die im Katalog stehen, haben mitunter Lieferzeiten von bis zu einem Jahr. Der Grund: Batteriezellen sind derzeit auf dem Weltmarkt restlos ausverkauft.

Verwandte Artikel