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Insektenrückgang: Was tun?

Amt für Landwirtschaft und Naturschutz informiert

Artikel vom 15. August 2018 - 16:06

KREIS BÖBLINGEN (red). Die abnehmende Zahl von Insekten hat viele Ursachen, beispielsweise den Verlust der Strukturvielfalt mit einer Vielzahl an Blühpflanzen. Man kann jedoch dazu beitragen, dass es wieder mehr Insekten gibt. Egal, ob man auf dem Land oder in der Stadt wohnt. "Im Hausgarten, auf einem Freizeitgrundstück oder auch auf dem Balkon kann jeder etwas für Schmetterlinge, Wildbienen, Hummeln, Schwebfliegen, Käfer und andere kleine Krabbler tun", erklärt die Sachgebietsleiterin im Amt für Landwirtschaft und Naturschutz des Landkreises, Carmen Misch. Mit ganz einfachen Maßnahmen kann hier sehr viel erreicht werden. Neben einer Schale mit Wasser und einem Stein oder einem Stück Holz (zum Herauskrabbeln) als Trinkstelle sind natürlich Blütenpflanzen als Nahrungsquelle angesagt.

Blühende Hecken aus Wildrosen, Liguster und Schlehe müssen es im Hausgarten nicht unbedingt sein. Hier können Sträucher wie der genügsame und üppig blühende Schmetterlingsflieder gepflanzt werden. Je nach Sorte blüht dieser in Farbtönen von weiß über pink bis dunkellila den Sommer über genau dann, wenn die heimischen Blütensträucher mitten im Früchteausbilden sind. Er lockt neben - der Name ist Programm - Schmetterlingen andere Insekten an.

Eine Rambler- oder Kletterrose ist eine beliebte Futterquelle. Die verwelkten Blüten sollten abgeschnitten werden. Dann werden die Insekten auch im Sommer in den Genuss einer zweiten Blüte kommen. Am Boden des Gartens oder in einer großen Pflanzschale auf dem Balkontisch versorgt Lavendel in unterschiedlichen Farbtönen, Größen und Blütezeiten eine Unzahl an kleinen Tieren. Vor allem Wildbienen und Hummeln holen sich hier Nahrung. Wer den Lavendelduft nicht mag, kann Salbei, Glockenblumen, Gelbe Königskerze oder Lein nehmen. Oder alles zusammen. In einer Gärtnerei kann man sich beraten lassen.

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