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Die Partnerschaft leben lassen

Radgruppe des IBM-Klub besuchte die Böblinger Partnerstadt Krems

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    Zu Besuch beim Bürgermeister: Die radelnden Böblinger mit Bürgermeister Reinhard Resch im Kremser Rathaus Foto: red

Artikel vom 13. Juni 2018 - 15:00

BÖBLINGEN (red). Schon seit fast 20 Jahren veranstalten einige Radfreunde der Sparte Sport und Spiel im IBM Klub eine Radwoche in Deutschland oder dem benachbarten Ausland. Dieses Jahr waren die Wachau und das angrenzende Waldviertel das Ziel.

Was lag also näher, als der Partnerstadt Krems bei dieser Gelegenheit einen Besuch abzustatten? Vier Nächte verbrachte die Gruppe in der Partnerstadt, flanierte durch die kopfsteingepflasterte Gassen, vorbei an barocken Bürgerhäusern und gotischen Kirchen und prächtigem Stadtpalais, und genoss am Abend den guten Kremser Wein in einem Heurigen.

Von Krems unternahm die Gruppe Tagestouren durch die schöne Donaulandschaft nach Tulln und Klosterneuburg vor den Toren Wiens, durch die schmucken Weinorte der Wachau zum Stift Melk und durch das Kamptal, eine unberührte Flusslandschaft des Naturparks Kamptal-Schönberg, zur Rosenburg und dem Stift Altenburg.

Zum Abschied gab's ein kleines Gastgeschenk

Da die Gruppe schon in Krems war, wollte sie auch einen Beitrag zur gelebten Städtepartnerschaft leisten. Im Vorfeld stellte die Stadt Böblingen den Kontakt zum Rathaus in Krems her. Der Kremser Bürgermeister Reinhard Resch war gleich bereit, die Gruppe bei einem kleinen Empfang im Rathaus willkommen zu heißen. Resch vermittelte ein Bild der geschichtsträchtigen Doppelstadt Krems-Stein.

Im Mittelalter war der heutige Kremser Ortsteil Stein ein wichtiger Hafen für die Frachtschiffe auf der Donau. So kamen die Handelshäuser im benachbarten Krems zu einigem Wohlstand. Auch Künstler und Kunsthandwerker zog es in die prosperierende Handelsstadt. Internationalen Ruhm erlangte der Barockmaler Martin Johann Schmidt (1718-1801), genannt "Kremser Schmidt". Bis zum Ende des 12. Jahrhunderts war Krems bedeutender als Wien.

Die mehr als 1000-jährige Geschichte der Stadt zeigt sich an jeder Ecke. Dennoch ist Krems nicht im Denkmalschutz erstarrt, sondern pflegt eine vielfältige Gegenwartskultur. Moderne Architekturprojekte wie Donau-Universität und Landesgalerie verbinden Neues mit Altem.

Krems ist eine reiche Stadt. Die Hauptwirtschaftsfaktoren sind Weinbau, Industrie und der Hafen. Krems hat neben Wien ein eigenes Weingut, das mit 550 Jahren zu einem der ältesten Weingüter Österreichs und Europas zählt. Krems ist auch ein bedeutendes Kulturzentrum. Es gibt fünf Universitäten oder Hochschulen mit über 13 000 Studierenden und fünf bedeutende Museen, wie zum Beispiel die Kunsthalle, das Karikaturmuseum und die Landesgalerie Niederösterreich, die noch im Bau ist.

Zum Abschluss überreichte die Gruppe noch ein kleines Gastgeschenk der Stadt Böblingen. Reinhard Resch revanchierte sich mit einem neu aufgelegten Buch über die Stadt Krems und einer Widmung an den Oberbürgermeister der Stadt Böblingen.

Am vierten Tag hieß es dann Abschied nehmen von der schönen Stadt Krems. Zuerst noch relativ eben durch das Kremstal dann das bergige Waldviertel ging es in der rund 400 Meter höher gelegene Zwettl. Dort standen in den folgenden Tagen noch eine Tour durch das wildromantische Tal der Großen Kamp zur Burg Rapottenstein und eine zur mittelalterliche Kuenringerstadt Weitra und dem hübschen Gmünd direkt an der tschechischen Grenze an.

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