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Fachkräftemangel bleibt große Herausforderung im Kreis

Der Ausbildungsreport der IHK-Bezirkskammer Böblingen zeigt die Probleme vor allem in der Metall- und Elektrobranche

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    Die Betriebe suchen nach wie vor gute Auszubildende / Foto: Archiv

Artikel vom 15. Mai 2018 - 14:36

KREIS BÖBLINGEN (red). In ihrem aktuellen Ausbildungsreport stellt die IHK-Bezirkskammer Böblingen die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten zur Ausbildung im Landkreis Böblingen vor. Beleuchtet wird das Ausbildungsgeschehen in Industrie, Handel, Dienstleistung und Gastronomie sowie die Initiativen der IHK zur Unterstützung und Stärkung der dualen Berufsausbildung.

"Der Fachkräftemangel im Landkreis bleibt unverändert eine große Herausforderung für unsere Betriebe. Trotz allem ist es gelungen, die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge nahezu auf dem Vorjahresniveau zu halten", erklärt IHK-Bezirkskammerpräsident Andreas Hadler in einer Pressemitteilung. Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge war im Jahr 2017 mit 1338 Verträgen (2016: 1360) nahezu konstant geblieben. Im kaufmännischen Bereich verzeichnete die Böblinger IHK mit 800 neuen Verträgen ein Fünfjahreshoch, wohingegen im technischen Bereich fast sechs Prozent weniger Verträge abgeschlossen wurden.

"Der Fachkräftemangel macht sich im Landkreis Böblingen besonders in der Metall- und Elektrobranche bemerkbar. Aber auch in anderen Branchen sind Rekrutierungsprobleme seit einiger Zeit das größte wirtschaftliche Risiko", erläutert Bezirkskammerpräsident Andreas Hadler und beruft sich dabei auf die regelmäßig stattfindende Befragung von IHK-Mitgliedsunternehmen. "Gut ausgebildete Fachkräfte gewerblich-technischer Berufe sind mit ein Garant für den wirtschaftlichen Erfolg unseres Produktionsstandortes, weshalb wir insbesondere in diesem Bereich mit unseren IHK-Initiativen zur Stärkung der dualen Ausbildung stärker ansetzen wollen", so Hadler weiter.

Deutlicher Zuwachs an Verträgen in der Hotellerie und Gastronomie

Erfreulich sei hingegen der deutliche Zuwachs an Ausbildungsverträgen in der Hotellerie und Gastronomie, wo es sich in den letzten Jahren als besonders schwierig erwies, junge Leute für eine Ausbildung zu gewinnen. 95 Auszubildende und damit deutlich mehr Jugendliche als im Vorjahr (66), haben in dieser Branche ihre Ausbildung begonnen. Außerdem setzt die Bezirkskammer auch weiterhin auf das Werben für die duale Ausbildung an Schulen, insbesondere auch an Gymnasien, um die mit einer Ausbildung verbundenen Möglichkeiten und Aufstiegschancen als Alternative zu einem Studium zu präsentieren.

Abschließend bemerkt Hadler: "Eine weitere begrüßenswerte Entwicklung ist, dass die Zahl der aktiven Ausbildungsbetriebe sogar leicht angestiegen ist. Dies zeigt, dass die Unternehmen auch weiterhin gewillt sind, ihre Fachkräfte selbst auszubilden und so für die Zukunft ihrer Betriebe und damit auch für die Zukunftsfähigkeit unseres Standorts zu sorgen."

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