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Hand in Hand

Kommentar

Artikel vom 08. Mai 2018 - 10:24

Von Eddie Langner

Die Aufführung von "Die Moldaumuschel" am Sonntag in der Böblinger Kongresshalle war mehr als nur ein gelungenes Kinderkonzert. Sie war ein möglicher Auftakt, eine Ouvertüre zu einer spartenübergreifenden Zusammenarbeit, deren Potenzial sich derzeit noch gar nicht absehenen lässt. Es ist immer wieder beeindruckend, wie viel Qualität und Talent an Böblingens Musik- und Kunstschule mit ihrem Theater- und Tanzbereich vorhanden sind. Das aktuelle "Hand in Hand"-Projekt lässt erahnen, was die vier Fachbereiche alles auf die Bühne bringen könnten, wenn solche Gemeinschaftsprojekte nicht die Ausnahme, sondern die Regel würden. Auf lange Sicht braucht es dafür aber mehr als den guten Willen und das große Engagement seitens der Kulturschaffenden. Auch Stadt und Gemeinderat sind gefordert - indem sie sich darum kümmern, dass endlich alle Fachbereiche ein gemeinsames Dach bekommen. Erst im Januar hatte der Elternbeirat dafür einen offenen Brief mit 320 Unterschriften an Verwaltung und Fraktionen übergeben. Aber bis es so weit ist, muss wohl noch viel Wasser die Moldau hinunterfließen.