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"Alle haben 150 Prozent gegeben"

Nachgefragt

Für die Renninger Bow-Tie Bigband bedeutete er selbstredend einen Glücksfall: Andy Haderer. Doch auch dem 53-jährigen Profi hat die Zusammenarbeit wohl Spaß gemacht, wie er im Interview verrät.

Artikel vom 03. Mai 2018 - 17:54

Hallo Herr Haderer, wie kam es zu Ihrem Konzert mit der Bow-Tie Bigband?

Ich habe kürzlich zusammen mit der Freiberger Bigband gespielt. Da hat mich Matthias Hartmann (der Manager der Bow-Tie Bigband, Anm. d. Red.) angesprochen, ob ich zusammen mit ihnen das Konzert Ende April spielen will, weil ihr etatmäßiger Bandleader Karl Farrent keine Zeit hat. Die erste Idee, ein Doppelkonzert mit den Freibergern zu machen, wurde verworfen. Das hätte auch keinen Sinn gemacht, denn warum sollen sich zwei Bigbands auf eine Bühne stellen?

 

Wie haben Sie die Zeit mit der Bow-Tie Bigband erlebt?

Ehrlich gesagt war ich sehr erstaunt, wie gut vorbereitet alle waren. Zum einen, wie gut der Rhythmus schon stand. Und ich wusste nicht, dass alle so interessiert und wachsam sind. Das habe ich sehr selten erlebt. Alle haben relativ schnell alles umgesetzt, das hat total Spaß gemacht. Aber am meisten Spaß hat mir bereitet, wie man die Energie gespürt hat, die auf der Bühne frei wurde. Alle haben 150 Prozent gegeben. Das tut gut. Sie waren da, wenn es darauf angekommen ist.

 

Was steht in nächster Zeit bei der WDR Bigband an?

Einige tolle Projekte. Zugegeben - wenn man das 30 Jahre lang macht, ist es Alltag. Trotzdem freue ich mich auf jede Produktion. Mit dem WDR spiele ich im Schnitt rund 60 Konzerte pro Jahr. Das bedeutet, wir studieren in dieser Zeit 35 bis 40 neue Programme ein. Im Herbst sind wir auf dem London Jazz Festival. Da freue ich mich richtig drauf.

 

Gibt es ein besonderes Erlebnis mit Peter Herbolzheimer, mit dem Sie früher zusammengespielt haben?

Peter Herbolzheimer war ja gerne auch im Pop-Bereich unterwegs. Einmal war ich bei ihm zu Hause. Und Chaka Khan war auch da. Peter sagte zu ihr: "Ich habe gehört, dass du mit deiner Stimme Gläser zum Springen bringen kannst." Daraufhin sang sie einen Ton, und es ist tatsächlich ein Glas zersprungen. Das ist wirklich wahr. (red)

 

 

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