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Scherze zum 1. Mai: Spaßvögel und Feuerteufel

Der 1. Mai beschäftigte die Polizei, strapazierte aber auch die Lachmuskeln - Stiller Protest von Schönaicher Honyewell-Mitarbeitern

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    Der Aidlinger Teilort Lehenweiler erinnert mit "Laimer Katze" an die berühmten Letter von Hollywood Foto: Schwarz
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    Eher bitter als lustig: Schönaicher Honeywell-Mitarbeiter protestierten am 1. Mai auf ihre Weise gegen den drohenden Stellenabbau Foto: red
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    Was ein falscher Buchstabe in einer Schönbuch-Gemeinde bloß anrichten kann Foto: red
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    Böse Spitze gegen Deufringer: Die Heckengäu-Bewohner sind unter dem Spitznamen Schnecken bekannt. Mit Bachscheißern und Füchsen sind die Nachbarn in Aidlingen und Dachtel gemeint

Der 1. Mai lässt alle Jahre wieder Spaßvögel kreativ werden. Diesmal waren es vor allem Schild-Bürgerstreiche. Allerdings trieben auch Feuerteufel ihr Unwesen.

Artikel vom 02. Mai 2018 - 16:30

KREIS BÖBLINGEN (red/wei). Wer aus Richtung Aidlingen auf der Kreisstraße nach Dätzingen unterwegs ist, fühlt sich fast nach Hollywood versetzt. Denn am Hang haben Schildbürger in großen Lettern das Wort Laimer neben einem Katzenlogo aufgestellt, das seit dem Ortsjubiläum das offizielle Necknamen-Logo ist. So macht der kleinste Teilort Aidlingens bestens auf sich aufmerksam. Ach ja: Laimer nennen sich die Lehenweiler - und das nicht erst nach dem dritten Glas Most.

Ob alle in Weil im Schönbuch mit der Veränderung des Ortsschildes leben können, ist allerdings fraglich. Zumindest die katholische Kirche sollte den falschen Buchstaben im Namenszug des Ortes schnell vergessen. Schließlich sind intime Handlungen zwischen den Geschlechtern nur der Fortpflanzung wegen begründbar.

Einen schlechten Scherz erlaubten sich dagegen mehrere junge Leute am Abend des 1. Mai in der Renninger Strohgäustraße. Da sie dort zündelten, wurde die Polizei gerufen. Als der Streifenwagen heranfuhr, blockierten die Feuerteufel das Fahrzeug mit einem brennenden Bollerwagen, so dass das Auto mit einer Straßenlaterne kollidierte und ein Sachschaden von etwa 6000 Euro entstand. Daraufhin ergriffen die etwa fünf jungen Leute die Flucht. Im Zuge einer sofort eingeleiteten polizeilichen Fahndung wurde ein 23-jähriger Mann im angrenzenden Wohngebiet gefasst und vorläufig festgenommen. Er war alkoholisiert und wurde nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß entlassen. Die Ermittlungen dauern an. Hinweise nimmt das Polizeirevier Leonberg unter Telefon (0 71 52) 6 05-0 entgegen.

Vor seiner Zeit war ein Feuerteufel in Weil im Schönbuch unterwegs, der bereits am Sonntag ein Gartentor in Weil im Schönbuch auf Höhe der Schönbuchbahn-Haltestelle Untere Halde anzündete. Die Flammen griffen auf einen daneben gelagerten Holzstapel und einen Autoreifen über. Die Feuerwehr Weil im Schönbuch, die mit 15 Einsatzkräften anrückte löschte das Feuer schnell.

Dass es bei ihnen auch ohne Feuerbrunst brennt, machten derweil Mitarbeiter von Honeywell am Standort Schönaich mit ihrem Beitrag zum 1. Mai deutlich: An einem Zan, der das Unternehmensgelände begrenzt montierten sie eine auf einen Eisberg zusteuernde Titanic. Mit dieser Installation drückten sie kreativ ihren Unmut über den drohenden Mitarbeiter-Abbau und gegen die zudem von vielen Mitarbeitern befürchteten Aufgabe des Standorts aus (die KRZ berichtete).

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