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Berit Erlbacher jetzt im Kunstverein-Vorstand

Chefin des Gewerbeforums nun stellvertretende Vorsitzende am Schlossberg - Mitgliederausstellung bis 13. Mai

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    Das Führungsduo: Vera Reschke (links) und Berit Erlbacher

Artikel vom 13. April 2018 - 15:42

BÖBLINGEN (red/krü). Der umtriebige Kunstverein bekommt prominente Verstärkung. Berit Erlbacher, seit Kurzem Vorsitzende des Böblinger Gewerbeforums, engagiert sich nun auch im Vorstand des Kunstvereins. Seit einiger Zeit betreute Erlbacher bereits die Homepage des Vereins, nun wurde die Designerin bei der Jahreshauptversammlung am Mittwoch zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. "Als ich gefragt wurde, habe ich gerne zugesagt", erzählt sie, "somit verteilt sich die umfangreiche Vorstandsarbeit auf mehr Personen."

Die Vorsitzende Vera Reschke bleibt dem Verein zwar doch noch erhalten, ist aber längst nicht mehr so präsent. Denn die Böblingerin verbringt inzwischen viel Zeit in Thailand, hat dort ihren Zweitwohnsitz: "Da entstehen die meisten meiner Fotoarbeiten", berichtet Reschke, "und bin dort auch in einer Galerie vertreten."

Günter Baumann, bislang stellvertretender Vorsitzender, hat diesen Posten zwar nun abgegeben, wird aber weiterhin als Ausstellungsleiter fungieren. Der enorm engagierte Kunsthistoriker, der bei der Galerie Schlichtenmaier in Dätzingen arbeitet, hat durch seine guten Kontakte dem Kunstverein zahlreiche Präsentationen in den vergangenen Jahren ermöglicht - das soll auch weiterhin so bleiben. Ein weiteres neues Gesicht im Vorstand: Bettina Pradella wurde zur Schriftführerin gewählt.

Eine gewisse Veränderung wird es beim Schlossbergstipendium geben. Hat der Verein bislang immer mal wieder einen jungen Künstler eingeladen, bringt sich jetzt das Kulturamt stärker ein und will im Wechsel Literaten das Stipendium vergeben. Die Kreativen wohnen für einige Monate in der Stipendiatenwohnung im Alten Amtsgericht und schaffen Werke im Bezug auf Böblingen.

Aktuelle Ausstellung zeigt Fotoarbeiten der Mitglieder

Derzeit läuft im Alten Amtsgericht auf mehreren Etagen die Ausstellung "Strategien fotografischen Handelns". Zahlreiche Mitglieder des Vereins präsentieren Fotoarbeiten. Man sieht eine Fülle an Ausdrucksformen - insgesamt 18 Positionen. In der Schleuse 16 im Untergeschoss zeigen sich dabei die Werke abstrakter als in den Kabinett-Räumen im ersten Stockwerk. "Keine gewöhnliche Mitgliederausstellung, sondern durch die Vorgabe der Technik etwas Besonderes", findet Berit Erlbacher, "das soll in Zukunft forciert werden." Eine Besonderheit stellte auch die Performance "Standpunkt und Moment" von Babette Dieterich und Petra Stransky bei der Vernissage am Sonntag dar.

"Durch die Vorgabe der Fotografie sind zwar einige Vereinsmitglieder diesmal außen vor, aber wir werden den Fokus auch weiterhin auf bestimmte Techniken legen", kündigte Günter Baumann bei der Eröffnung an, "sei es, dass wir uns im kommenden Jahr der Zeichnung widmen oder dem Dreidimensionalen im weitesten Sinn." Baumann führte die Vernissage-Besucher mit seiner Rede einmal durch die Ausstellung und legte einige Schlaglichter "auf teils zauberhafte, teils irritierende oder schlicht schöne Momentaufnahmen", wie er abschließend formulierte.

Die Ausstellung läuft bis 13. Mai. Geöffnet ist mittwochs von 9.30 bis 12 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr. Kunstgespräch am Mittwoch, 9. Mai, um 19.45 Uhr.
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