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Fünf einfache Kartenspiele

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    Welche Karte soll ich legen? Eine Frage, die über Sieg oder Niederlage entscheiden kann / Foto: red

Eine der ältesten Formen, um sich in geselliger Runde spielerisch zu beschäftigen, ist das Kartenspiel. Seit vielen Generationen erliegen wir dem Reiz, den Joker, König, Ass & Co auf uns ausüben.

Artikel vom 12. April 2018 - 13:17

So kurzweilig Spiele dieser Art auch sind, so kompliziert sind viele von ihnen zu erlernen. Eine besondere Art stellen zudem sogenannte „Trading Card Games“ dar, bei denen die Spieler mit käuflich erworbenen und unterschiedlich starken Karten gegeneinander antreten – teilweise in großen Wettkämpfen.

Fünf vergleichsweise einfachen Spielarten, bei denen alle Mitspieler bei Spielbeginn über die gleichen Siegchancen verfügen, möchten wir uns an dieser Stelle widmen.

 

Mau Mau – der Klassiker für die ganze Familie

Eines der bekanntesten Kartenspiele ist sicherlich Mau Mau. Schon zu zweit können hier hitzige Schlachten geschlagen werden, die für eine sehr kurzweilige Unterhaltung sorgen. Bei diesem Spiel ist das schnellstmögliche Ablegen aller Karten das erklärte Ziel. Der Sieger weist zumeist mit einem Ausruf unmissverständlich auf seinen Triumph hin (Mau Mau!).

Damit ist das Spiel jedoch meist noch nicht beendet, da die übrigen Spieler dieses mit nun dezimierter Besetzung fortführen. Allen teilnehmenden Spielern wird eine bestimmte Anzahl an Karten ausgehändigt, bevor der Kartenstapel mit dem Rücken nach oben auf den Tisch gelegt wird. Die oberste Karte wird aufgedeckt und jeder, der eine Karte in seinem Blatt hat, welche in Wert oder Farbe mit der aufgedeckten Karte übereinstimmt, darf diese ablegen.

Hat ein Spieler keine dieser Karten, muss er vom Stapel eine zusätzliche ziehen. Bei einer Herz 8 beispielsweise darf jeder Mitspieler eine 8 oder eine Herz-Karte ablegen. Mau Mau ist eines der am einfachsten zu erlernenden Kartenspiele und auch deswegen derart beliebt.

 

17und4 oder Blackjack – auch im Casino beliebt

Ein ebenso einfaches Spiel findet sich in dem Evergreen 17und4, vielen Menschen besser bekannt als Blackjack. Bis auf ein paar geringfügige Unterschiede, wie zum Beispiel den Zahlenwert eines Asses (beim Blackjack 1 oder 11, bei 17und4 immer 11), handelt es sich bei beiden Kartenspielen quasi um das gleiche. Ziel des Spiels ist es, mit zwei oder mehr Karten dem Wert 21 näher zu kommen, als die Bank bzw. der Gegner.

Das Spiel ist für einen Spieler verloren, sobald die 21 überschritten worden sind. Der Reiz des Spiels besteht darin, einzuschätzen, ob ab einem bestimmten Wert doch noch eine Karte gezogen werden sollte, um sich der magischen 21 noch weiter anzunähern oder ob der Spieler bereits so nah an der 21 dran ist, dass das Risiko zu groß wäre, eine Karte zu ziehen, mit welcher man die 21 überschreitet.

Beispiel: Wer schon mit zwei Karten auf einen Wert von 17 kommt, wird sich schwertun, noch eine weitere Karten zu verlangen. Die Wahrscheinlichkeit ist in diesem Fall äußerst groß, mit der zusätzlichen Karte die 21 zu sprengen. Blackjack glänzt besonders durch diese Spannung und seine Einfachheit.

Blackjack ist nicht nur ein lustiges Spiel für Familienabende, sondern kommt auch zum Casino zum Einsatz. Hier sind die Blackjack Regeln in Bezug auf die Einsätze nochmals ein wenig modifiziert. Mit der richtigen Strategie (dem sogenannten „Kartenzählen“), kann man sich bei diesem Spiel einen Vorteil verschaffen. Im Casino ist ein derartiges Vorgehen jedoch in der Regel nicht sehr gerne gesehen.

 

Krieg und Frieden – wer hat mehr Glück?

Eines der ebenfalls bekanntesten Kartenspiele der Welt trägt den Namen Krieg und Frieden. Der Name variiert je nach Region und so kennen viele dieses Kartenspiel eher als Leben und Tod, Bataille Royal oder auch Casino War. Ziel des Spiels ist es, dem Gegner alle Karten abzuluchsen. Mit Strategie kommt man in diesem Spiel nicht weiter. Es zählt nur das pure Glück. Trotzdem kann es sehr spannend werden!

Alle Spieler (meistens zwei) bekommen alle Karten eines Decks zu gleichen Teilen ausgehändigt und müssen diese in Form eines Stapels mit dem Rücken nach oben vor sich auf den Tisch legen.

Nun decken beide Kontrahenten die jeweils obere Karte auf und legen diese in die Mitte. Derjenige, der die Karte mit dem höheren Zahlenwert hat (Die Farbe spielt hier keine Rolle), bekommt beide Karten. Decken beide Spieler eine Karte mit gleichem Wert auf, so kommt es zu einem Stechen, bei dem die jeweils nächsten Karten in die Mitte gelegt werden.

Sind auch diese wieder von gleicher Punktzahl, setzt sich dieses Prozedere so lange fort, bis einer von beiden eine höhere Karte als der andere aufdeckt. In diesem Fall bekommt derjenige alle Karten, die während dieses Durchgangs mit gleichem Wert abgelegt worden sind. Sieger ist, wer alle Karten seines Gegners gewinnen konnte.

 

Rommé – immer aufmerksam bleiben

Ein ebenfalls sehr beliebtes Kartenspiel ist Rommé. Dieses Spiel ist ein wenig anspruchsvoller, als die vorgenannten Vertreter und daher auch ein wenig schwieriger zu lernen. Ein Romméspiel (insbesondere mit 5, 6 oder mehr Personen) kann sich auch schon mal über einen ganzen Nachmittag hinziehen.

Rommé basiert im Wesentlichen darauf, dass jeder Spieler eine bestimmte Anzahl aufeinanderfolgende Kartenreihen (z.B. 8, 9, 10, Bube) oder aber mindestens drei Karten des gleichen Wertes, aber mit anderen Farben, auslegen muss (z.B. Herz-Bube, Karo-Bube und Kreuz-Bube). Jeder Spieler kann an diese Folgen beliebig viele Karten anlegen, sofern sie denn die Folge fortsetzen. Dies erfordert im Vergleich zu den oben genannten anderen Kartenspielen eine besondere Aufmerksamkeit, um keine Gelegenheit zu verpassen, eigene Karten anzulegen.

Wenn der ganze Tisch mit abgelegten Folgen und ähnlichem der Mitspieler übersäht ist, kann schnell mal eine dieser Gelegenheiten übersehen werden. Wer sein Blatt als erstes abgelegt hat, gewinnt das Spiel.

 

Uno – dem Mitspieler eins auswischen!

Auf ein ähnliches Spielprinzip setzt auch das aus den USA stammende Kartenspiel Uno, welches ein speziell für diesen Zweck gedrucktes Blatt verwendet. Wie auch beim Mau Mau geht es darum, alle eigenen Karten so schnell wie möglich loszuwerden.

Eine weitere Parallele zu Mau Mau ist außerdem, dass eine Karte nur dann in der Mitte auf eine zuvor aufgedeckte Karte abgelegt werden kann, wenn diese den gleichen Zahlenwert oder aber die gleiche Farbe hat. Andernfalls muss eine zusätzliche Karte von einem in der Mitte liegenden Stapel gezogen werden.

Der Sieger einer Runde erhält Punkte in Abhängigkeit von den verbliebenen Handkarten seiner Mitspieler. Wer also besonders schnell seine karten ablegt, kann also besonders viele Punkte sammeln.

Besondere Würze erhält das Spiel durch bestimmte Stolperfallen, die der Spieler seinem Nachbarn stellen kann. Richtungswechselkarten, Strafkarten, mit denen man andere zusätzliche Karten ziehen lassen kann und viele weitere „Gemeinheiten“ haben schon so manchen Spieler zur Weißglut getrieben.

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