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Besonderer Programmgestalter

Der Böblinger Gerhard Betsch hat die Brenzmedaille der Landeskirche verliehen bekommen

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    Dekan Bernd Liebendörfer (v. li) mit Petra Waschner, Irmgard Betsch, Dr. Gerhard Betsch und Rosemarie Ilg (Vorsitzende des Leitungskreises) Foto: red

Seit 1978 ist Gerhard Betsch ehrenamtlich im Leitungskreis Erwachsenenbildung im evangelischen Kirchenbezirk Böblingen tätig. Der evangelische Landesbischof Frank-Otfried July verlieh Betsch aus diesem Anlass die Brenzmedaille der evangelischen Landeskirche in Bronze.

Artikel vom 16. März 2018 - 15:12

BÖBLINGEN (red). Dekan Bernd Liebendörfer übergab die Ehrung diese Woche.

Gerhard Betsch, der Akademischer Oberrat am Mathematischen Institut der Universität Tübingen mit regelmäßiger Vorlesungstätigkeit war, hat in diesen Jahrzehnten die Erwachsenenbildung geprägt. Petra Waschner, Referentin für Erwachsenenbildung im Kirchenbezirk, hob dies in ihrer Laudatio hervor: "Gerhard Betsch war es immer wichtig, Wissen zu teilen, die Menschen für Bildung zu begeistern und Sachverhalte so zu vermitteln, dass Zusammenhänge erkannt werden können." So habe Betsch viele Ausstellungen konzipiert. Erst vor kurzem wurde ie Ausstellung zu Dietrich Bonhoeffer in der Stadtbibliothek gezeigt. Viele Vorträge, vor allem zu prägenden Persönlichkeiten aus der württembergischen Kirchengeschichte, hat der promovierte Mathematiker erarbeitet und im Haus der Begegnung sowie in den Kirchengemeinden gehalten. Regelmäßig hat er die Kirchenbezirkswochen vorbereitet, inhaltlich geprägt und durchgeführt. Die Vielfalt der Veranstaltungen lag ihm sehr am Herzen. Vor drei Jahren sind die Wochen zum Jahresthema des Kirchenbezirks geworden, das aktuelle ist "Heimat".

Spaß und Freude an der Arbeit

Das ganz besondere Programm von Betsch waren die kirchen- und landesgeschichtlichen Entdeckungsfahrten, heißt es in einer Pressemitteilung weiter. Mit Unterstützung seiner Frau Irmgard war er jahrzehntelang mit Gruppen in ganz Württemberg unterwegs und entdeckte mit ihnen Städte und Kirchen. Alle Führungen hatte er selbst vorbereitet und führte sie selbst durch. Auch das Gespräch mit anderen Religionen war ihm sehr wichtig, so lud er immer wieder zu Besuchen in Synagoge und in Moschee ein.

Dekan Liebendörfer benannte seinen hohen Respekt vor Betschs Bildung, die in große Breite gehe, aber einen Blick auf Details habe. Bildung war schon immer ein reformatorisches Ur-Anliegen. Als Mathematiker zeichne Betsch präzises Denken aus, das er in Theologie und Kirchengeschichte übertragen hat.

Betsch betonte, dass er die Arbeit in der Erwachsenenbildung sehr lustvoll getan habe, es habe ihm Spaß und Freude bereitet. Er bedankte sich für den Raum, den ihm die evangelische Erwachsenenbildung zur Entfaltung gegeben habe. Heute ist Gerhard Betsch in der Flüchtlingsarbeit engagiert. Mit jungen Geflüchteten lernt er in Weil im Schönbuch Mathematik. Und kann seine Begeisterung und sein Wissen an dieser Stelle sehr gut weitergeben.

Die Brenzmedaille wird als besonderes Geschenk und Ehrengabe der evangelischen Landeskirche verliehen. Die bronzene Brenzmedaille und eine Urkunde erhalten Kirchenmitglieder, die mindestens 30 Jahre ehrenamtlich herausragend tätig waren.

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