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Schüler spielen Netzausbau durch

"Der Netzausbau macht Schule - Macht mit!" - Planspiel am Böblinger Albert-Einstein-Gymnasium

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    Zehntklässler des Albert-Einstein-Gymnasiums übernahmen die Rollen der Bundesregierung, von Bundesländern und Interessenvertretern Foto: red

Die deutsche Energieinfrastruktur steht vor einer Wende. Windräder und große Stromtrassen machen dies deutlich. Außerdem wird der Netzausbau digital und intelligent. "Smart Meter" und "Smart Grids" sind einige der Schlagwörter. Doch wie kommt die Energie von A nach B und was sind eigentlich "Smart Grids"?

Artikel vom 19. Januar 2018 - 15:48

BÖBLINGEN (red). Mit diesen Fragen beschäftigten sich laut einer Pressemitteilung Schülerinnen und Schüler einer 10. Klasse des Böblinger Albert-Einstein-Gymnasiums. In einem Planspiel übernahmen sie die Rollen der Bundesregierung, von Bundesländern und Interessenvertretern aus der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft. Für einen Tag spielten sie den Chef des Bundeskanzleramtes, den Ministerpräsidenten Bayerns oder den Präsidenten des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft.

Das Szenario des Spiels sah wie folgt aus: Die Bundesregierung will ein bestehendes Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende wegen Einwänden aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft novellieren. Auf der Tagesordnung stehen dabei etwa die Fragen, wer die Kosten für die Digitalisierung übernimmt, wie der Datenschutz gewahrt und wie die Versorgungssicherheit garantiert werden kann, wenn einmal keine Sonne scheint und kein Wind weht.

Am Ende wurde das Gesetz nach der Sitzung des "Bundesrates" verabschiedet - allerdings mit Änderungen. Die Schüler lernten, wie komplex ein Gesetzgebungsverfahren ist, und sie sahen, dass die Energiewende und der digitale Netzausbau - "Smart Grids" - unmittelbar zusammenhängen. "Ich war erstaunt, wie schwierig es schon in unserer Klasse war, sich zu einigen. In Wirklichkeit ist das bestimmt noch sehr viel schwieriger", so eine Schülerin. Projektleiter Jan Roessel ergänzte: "Vor allem die jüngere Generation profitiert von den Chancen der digitalen Energiewende. Deshalb richtet sich das Projekt an Schüler. Sie sollen sich aktiv mit dem Zukunftsthema auseinanderzusetzen und am Ende dazu befähigt sein, sich eine eigene Meinung zu bilden." Lehrerin Ira Sachsenmaier freute sich, dass sich die Schüler sehr aktiv an dem Planspiel beteiligten.

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