Mit "Frida" in die Parlamente

Kommunalwahlen 2019: Frauen wollen Frauen für die Kommunalpolitik begeistern

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    Parteienübergreifendes Bündnis: Die Aktivistinnen für mehr Frauen in den Bürgervertretungen Foto: red

Mehr Frauen in die Kommunalpolitik : Dafür setzt sich ein überparteiliches Frauennetzwerk ein, das sich in Böblingen unter dem Namen "Frida" gegründet hat.

Artikel vom 28. Juli 2017 - 11:06

KREIS BÖBLINGEN (red). "Frida" steht für "Frauen in die Parlamente!" und besteht aus politisch aktiven Frauen aus dem Landkreis Böblingen. Parteiübergreifend haben Kreisrätinnen und Gemeinderätinnen sowie Unterstützerinnen der Initiative es sich zur Aufgabe gemacht, das Interesse von Frauen an der Kommunalpolitik zu wecken und zu intensivieren.

Ihr Ziel: den Anteil von Frauen in den Gremien zu erhöhen, paritätisch auf 50 Prozent, um ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis im Ortschafts-, Gemeinderat und Kreistag zu erreichen. "Denn unsere Kommunen brauchen die Erfahrung, das Wissen und die Kompetenz von mehr Frauen", betonen die Akteurinnen von "Frida". Aktuell liegt der Frauenanteil in den Gremien des Landkreises Böblingen zwischen 16,7 und 50 Prozent, im Kreistag bei 26,2 Prozent.

"Unter dem Namen BoRa (das steht für Bodenseekreis- Landkreis Ravensburg. ) hat im Süden Baden-Württembergs Frauenpolitik schon seit dem Frühjahr zusätzliche Dynamik gewonnen. Diese Idee und das Engagement der dortigen Rätinnen waren impulsgebend für uns," sagt Maya Wulz-Fraktionsvorsitzende der Grünen im Herrenberger Gemeinderat und treibende Kraft der Initiative im Landkreis Böblingen. "Wir wollen Frauen niederschwellig ansprechen und Lust aufs Kandidieren machen," so der Tenor der "Frida"-Akteurinnen. Dazu sind acht Empfänge geplant und zwar in: Weil der Stadt, Gäufelden, Holzgerlingen, Gärtringen, Leonberg, Sindelfingen und Herrenberg sowie die Auftaktveranstaltung in Böblingen. Die Idee: in lockerem Rahmen treffen sich politisch Aktive und Interessierte zum Austausch. Rätinnen stehen so Rede und Antwort, um neugierig zu machen und authentisch Einblick in ihre kommunale Arbeit zu geben.

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