"Einbürgerungen stärken uns"

74 Mitbürger haben im Landratsamt Böblingen die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen

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    Gruppenbild bei der Einbürgerungsfeier im Großen Sitzungssaal im Landratsamt Foto: red

Im Landratsamt Böblingen hat unlängst die achte offizielle Einbürgerungsfeier des Landkreises statt. Im Rahmen eines gemeinsamen Gelöbnisses verlieh der Landrat Roland Bernhard 74 Antragstellern die Staatsbürgerschaftsurkunde und hieß sie somit als deutsche Staatsbürger willkommen.

Artikel vom 19. Juli 2017 - 11:48

KREIS BÖBLINGEN (red). Unter den Neubürgern sind 48 Frauen und 26 Männer. Die jüngste Neubürgerin ist ein drei Monate altes Baby.

Aus 27 verschiedenen Herkunftsländern stammen laut einer Pressemitteilung die neuen Staatsbürger. Unter den Eingebürgerten befinden sich unter anderem Staatsangehörige aus der Türkei, dem Kosovo, Kuba, China und Thailand sowie aus der EU. Auffällig war am Donnerstag der mit neun Personen hohe Anteil an britischen Staatsbürgern.

Bernhard bedankte sich bei den Antragstellern für die Entscheidung, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen. "Es ist ein großer persönlicher Schritt, der zeigt, dass Deutschland nicht nur ein Wohnort sondern eine Heimat geworden ist. Die Einbürgerung ist der Schlussstein einer gelungenen Integration. Damit zeigen Sie nicht nur: Ich bin hier sondern auch: Ich bin auch einer von Euch", so der Landrat.

Aktuelle politische Ereignisse haben aber ebenfalls einen Einfluss auf das Einbürgerungsinteresse. Die Zahl der Briten, die eine Einbürgerung beantragen, steigt weiterhin. So wurden in diesem Jahr einschließlich heute bereits 31 Briten eingebürgert und es liegen über 17 weitere Anträge vor. "Die hohe Zahl der Anträge von Briten zeigt, dass die Europäische Union weiterhin attraktiv bleibt und viele weiterhin EU-Bürger sein möchten", betonte Bernhard.

Im vergangenen Jahr wurden 806 Ausländer im Kreis Böblingen eingebürgert. Die neuen Staatsangehörigen vollzogen ihre Einbürgerung zusammen mit ihren Familien. Die Antragsteller werden durch die Einbürgerung zu gleichberechtigten Bürgern der Bundesrepublik Deutschland. "Dies bringt viele Vorteile mit sich", erklärte Bernhard. "Deutschland ist ein freiheitliches Land mit einem funktionierenden demokratischen System. Es gibt eine unabhängige Justiz und Gewaltenteilung, der Sozialstaat steht jedem Staatsbürger in Notsituationen zur Seite und das deutsche Bildungssystem eröffnet hervorragende Entwicklungschancen", zählte Bernhard auf und ergänzte: "Außerdem sind Sie nicht nur Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland, sondern auch Unionsbürger der Europäischen Union. Sie dürfen fortan mitbestimmen, was in Deutschland und Europa passieren wird." Auch das Reisen werde dadurch enorm erleichtert. So können die neu Eingebürgerten sogar in viele Länder außerhalb unseres Kontinents ohne Visum reisen.

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