Neue Perspektiven ermöglicht

Integrationsprojekt der DHBW Stuttgart und der IHK Böblingen wurde erfolgreich abgeschlossen

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    Zehn Teilnehmer der haben das Pilotprojekt "Türen öffnen, Perspektiven schaffen" erfolgreich absolviert und erhielten dafür eine Teilnahmebescheinigung im Rahmen der IHK-Bestenehrung in der Weissacher Strudelbachhalle Foto: red

Vor dem Hintergrund des Fachkräfte- mangels im Landkreis Böblingen, insbesondere in technischen Berufen, starteten die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Stuttgart und die IHK Böblingen im Mai ein Integrations- projekt. Dieses wurde nun erfolgreich abgeschlossen.

Artikel vom 07. Oktober 2016 - 17:42

KREIS BÖBLINGEN (red). Unter dem Motto "Türen öffnen, Perspektiven schaffen" war es das gemeinsame Ziel von IHK und DHBW, Flüchtlinge mit einem in ihrem Heimatland begonnenen oder abgeschlossenen Ingenieurstudium beziehungsweise vergleichbarer Qualifikation in kostenfreien Vorlesungen fit für die Integration in Unternehmen im Landkreis Böblingen zu machen. Mit der Übergabe einer Teilnahmebescheinigung im Rahmen der IHK-Bestenehrung in der Weissacher Strudelbachhalle endete nun das Pilotprojekt für die insgesamt zehn Teilnehmer.

In seiner Ansprache betonte IHK-Präsident Andreas Hadler, dass eine gelungene Integration nur über den Arbeitsmarkt erfolgreich funktionieren könne, auch wenn der Weg dahin oftmals lang sei, da die meisten geflüchteten Menschen ohne Sprachkenntnisse ins Land kämen. Hadler betonte, dass man im Landkreis Böblingen beim Thema Integration schon sehr weit sei. "Das mag aber auch daran liegen, dass wir im Landkreis einen Frühstart hingelegt haben." Insbesondere auch die besonders große Bereitschaft der Unternehmen im Landkreis, sich beim Thema Integration von Flüchtlingen in die Wirtschaft einzubringen, war laut einer Pressemitteilung ausschlaggebend für die Projektidee.

Firmen öffneten ihre Türen

Hadler würdigte das Engagement der Professoren der DHBW: "Der Erfolg dieses Projekts ist im Besonderen dem ehrenamtlichen Engagement einer Gruppe von Professoren der Dualen Hochschule geschuldet. Sie haben in ihrer Freizeit über mehrere Wochen Vorlesungen gehalten und die Projektteilnehmer auf eine Abschlussprüfung vorbereitet." Federführend seitens der Professoren war Prof. Dr.-Ing. Harald Stuhler, Studiengangsleiter Fahrzeug-System-Engineering an der DHBW Stuttgart.

Die Vorlesungen fanden über die Dauer von drei Monaten statt, umfassten insge-samt 200 Lehreinheiten und wurden in deutscher Sprache gehalten. Es wurden drei verschiedene Module parallel gelehrt (Montag bis Mittwoch), Donnerstag diente als Zusatztermin für Übungen und Sondervorlesungen. Weitere Projektbestandteile waren Betriebsbesuche bei Firmen im Landkreis, die begleitend im Vorlesungszeitraum stattfanden. Die Daimler AG in Sindelfingen, die Ensinger GmbH in Nufringen, die GEZE GmbH in Leonberg, Hewlett Packard Enterprise in Böblingen und die RAS Reinhardt Maschinenbau GmbH in Sindelfingen öffneten ihre Türen, um den Projektteilnehmern die Arbeitsweise deutscher Unternehmer näher zu bringen. In allen Betrieben fand ein intensiver Austausch mit Beschäftigen statt, die erklärten, was die Unternehmen produzieren beziehungsweise anbieten, mit welchen Aufgaben sie in den Unternehmen betraut sind und wie die Organisation in den Betrieben stattfindet. Sie beantworteten auch Fragen rund um das Thema Berufseinstieg.

Hadler und Stuhler gratulierten den Projektteilnehmern zum Abschluss. Für IHK und DHBW sei, so Hadler und Stuhler, der gelungene Verlauf des Projekts Ansporn, den eingeschlagenen Weg weiter zu beschreiten und für das kommende Jahr eine Fortsetzung und eventuell auch eine Erweiterung des Konzepts anzustreben.

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