Bissige Kommentare zur Finanzwelt

Vladimir Zachodin stellt beim Böblinger Kunstverein aus - Vernissage am Sonntag um 17 Uhr

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    Ein "Papergram" von Vladimir Zachodin

Artikel vom 08. September 2016 - 18:06

BÖBLINGEN (red). Mit einer Ausstellung in frisch renovierten Räumen eröffnet der Böblinger Kunstverein die neue Saison. Im ersten Stockwerk des Alten Amtsgerichts stellt in den kommenden Wochen Vladimir Zachodin aus Stuttgart aus. Die Eröffnung findet am Sonntag, 11. September, um 17 Uhr statt. Die Einführung macht Dr. Günter Baumann. Die Ausstellung läuft bis 9. Oktober und ist mittwochs von 9.30 bis 12 Uhr sowie sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Vladimir Zachodin, ein Künstler mit globalen Wurzeln, verbindet in seiner Kunst alttestamentarische Wucht mit Pop-Art-Elementen und Fantasy-Film-Motiven, die er in Malerei, Zeichnungen und Performance umsetzt. 1979 ist er im israelischen Netanya als Sohn einer Migrantenfamilie aus Lettland geboren. Er studierte Architektur im schottischen Aberdeen und Kunst im englischen Sunderland. Nach 2005 arbeitete er in einem Architekturbüro und nebenher als Zeichenlehrer. Seit 2013 lebt und arbeitete Zachodin in Deutschland.

Seine Arbeiten auf Papier nennt er "Papergrams", ein Wort, das Zachodin aus den englischen Teilbegriffen Newspaper und Diagramm herleitet. Hierfür verwendet der Künstler insbesondere Finanzblätter, deren Weiß zwischen den gedruckten Lettern er minutiös zeichnerisch ausfüllt, bis er eine fiktive Parallelwelt erschafft, die uns teils bissig, teils ironisch den Spiegel vorhält.

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