Runder Tisch soll zur Klärung beitragen

Das Regierungspräsidium schaltet sich ein, um Konflikte an der Schule in Steinenbronn zu lösen

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    An der Grund- und Werkrealschule Steinenbronn herrscht Redebedarf KRZ-Foto: Thomas Bischof

Artikel vom 06. September 2014 - 07:24

BÖBLINGEN/STEINENBRONN. Unter anderem die Mitglieder der Schulkonferenz und die Elternvertreter der Grund- und Werkrealschule Steinenbronn hat am Donnerstag eine schriftliche Einladung zu Gesprächen am Runden Tisch erreicht. Absender: Claudia Rugart, Abteilungsleiterin Schule und Bildung im Regierungspräsidium Stuttgart, und Hans-Dieter Bär, Innerdienstlicher Vertreter des Steinenbronner Bürgermeisters Johann Singer.

"In den letzten Tagen beziehungsweise Wochen gibt es sowohl beim Schulträger als auch bei der Schulverwaltung Hinweise darauf, dass es Konflikte beziehungsweise unterschiedliche Wahrnehmungen von Ereignissen an der Schule geben könnte", heißt es in dem Schreiben. "Gerne möchten wir mit Ihnen darüber ins Gespräch kommen, und, wenn erforderlich, gemeinsam mögliche nächste Schritte zur Klärung etwaiger Konflikte ausloten."

Der KREISZEITUNG sind in den vergangenen Wochen vonseiten der Elternschaft etliche Vorfälle zugetragen worden, die sich in den vergangenen Jahren an der der Steinenbronner Werk- und Realschule zugetragen haben sollen - alleine die Urlaubszeit stand bislang einer tiefer gehenden Recherchearbeit etwas im Weg. So hat die KRZ unter anderem gleich zu Beginn der Sommerferien versucht, Schulleiterin Brigitte Sigler noch für eine Stellungnahme im Schulhaus zu erreichen - doch die Rektorin war nicht mehr zu sprechen.

Einige Parallelen zur Böblinger Eduard-Mörike-Schule

Die Vorwürfe, die die KRZ vonseiten der Steinenbronner Elternschaft erreicht haben, klingen indes so ähnlich wie jene, die an der Böblinger Eduard-Mörike-Schule (EMS) laut geworden sind (siehe Interview oben). Dort kritisierte die Elternschaft unter anderem immer wieder, von der damaligen Schulleiterin Katrin Rombold bewusst aus dem Schulleben ausgegrenzt zu werden, vermisste eine fehlende Bereitschaft zur Kommunikation, beklagte eine Zunahme an Gewalt an der Schule sowie den Umgang mit solchen Vorfällen vonseiten der Schulleitung aus.

Weitere Parallelen zwischen der EMS und der Schule in Steinenbronn: Wie im Fall Katrin Rombold besteht auch bei der Steinenbronner Schulleiterin Brigitte Sigler eine Verbindung zu Jutta Dierks, die in Böblingen eine Psychologische Lehr- und Beratungsstelle betreibt. Die Gruppe um Jutta Dierks wurde von der Arbeitsstelle für Weltanschauungsfragen als "konfliktträchtig" eingestuft. Brigitte Sigler soll der Gruppe um Jutta Dierks angehören, lebt mit dieser auch unter der selben Adresse seit vielen Jahren, zusammen mit weiteren Kollegen anderer Schulen aus dem Kreis, in einer Lehrer-Wohngemeinschaft. Zudem hat Brigitte Sigler - wie die KRZ berichtet hat - Eltern empfohlen, Jutta Dierks zur Beratung aufzusuchen. Eine Praxis, die im Oktober 2011 dazu führte, dass das Regierungspräsidium die Dienstanweisung erteilte, dass Lehrern untersagt ist, Ratsuchende außerhalb der offiziell zuständigen Einrichtungen zu vermitteln. Ein Schreiben, das dem Vernehmen nach in kultusministeriellen Kreisen als "Lex Dierks" bezeichnet wird. Und: Wie an der EMS sollen auch an der Steinenbronner Schule nicht nur die Rektorin sondern auch die Konrektorin und weitere Lehrkräfte dem Kreis um Jutta Dierks angehören - über deren Rolle im Zusammenhang mit den aktuellen Vorfällen an Schulen im Kreis dürfte sich ebenfalls noch einiges an Rede- und Aufklärungsbedarf anhäufen.

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