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Eltern-E-Mail an RP landet bei Rombold-Anwalt

EMS

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    Bild: dpa

Artikel vom 14. August 2014 - 08:13

KREIS BÖBLINGEN (dih). Die Vorfälle um die Böblinger Eduard-Mörike-Schule (EMS) treiben immer neue Blüten. So erreichte die KRZ am Sonntagnachmittag eine E-Mail eines Herrn, zu dem die KRZ bisher keinen Kontakt hatte und der dem Inhalt seines Schreibens nach zu schließen, zusammen mit weiteren Elternvertretern der EMS und Angela Huber, Leiterin des Staatlichen Schulamts Böblingen, am vergangenen Donnerstag zu einem Klärungstermin beim Regierungspräsidium (RP) Stuttgart zu Gast gewesen ist. Dort fand wohl ein Gespräch statt, das für die Elternvertreter offenkundig einen für sie enttäuschenden Verlauf nahm.
   Von einem Artikel in unserer Samstagausgabe, der auf Zusammenhänge zwischen Jutta Dierks, die in Böblingen eine Psychologische Lehr- und Beratungsstelle betreibt, und Vorkommnissen an der Steinenbronner Grund- und Hauptschule hingewiesen hat, aufgeschreckt, fühlte sich der Papa in der Pflicht, einen Beitrag zur Aufklärung zu verfassen. Er schrieb eine Stellungnahme und fügte dieser eine Sammlung von Vorfällen bei, die sich nach seinen Recherchen an der EMS zugetragen haben. Er schickte sein Sammelsurium an einen Verteiler, bestehend aus Mitarbeitern des RP, Angela Huber, Oberbürgermeister Wolfgang Lützner, an weitere Elternvertreter, an Stadträte und an die KRZ - und hoffte auf Antwort.
   Antwort gab es. Via E-Mail. Allerdings gerichtet an die KRZ - von einem Berliner Anwaltsbüro, im Auftrag von Katrin Rombold. Mit dem Inhalt, dass in Papas E-Mail festgehaltene Vorwürfe auf Wahrhaftigkeit vor einer Veröffentlichung ebenfalls durch konkrete Befragung Katrin Rombolds - soweit diese Vorwürfe sie betreffen - von uns zu untersuchen sind. Eine Selbstverständlichkeit, an der nichts auszusetzen ist.
   Was verwundern lässt, ist vielmehr die Frage, wie die Anwaltskanzlei an die E-Mail des Herrn Papa gekommen ist. Die KRZ hat dazu zwei E-Mails an den ursprünglichen Verteiler geschickt, nachgefragt, wer und warum den eigentlich zu schützenden Informantennamen preis gegeben hat. Die angeschriebenen Stadträte beteuerten wie andere Eltern der EMS und Wolfgang Lützner, es nicht gewesen zu sein. Von allen anderen hat uns bislang keine Antwort erreicht. Die Transparenz staatlicher Stellen lässt grüßen.
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