Deutlich weniger tödliche Unfälle im ersten Halbjahr

Auf den Kreisstraßen sind in diesem Jahr bisher weniger Menschen verunglückt - Polizei sieht höhere Verkehrsüberwachung als Grund

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    Schwere Unfälle: Im ersten Halbjahr verzeichnete die Polizei einen Rückgang auf den Straßen des Kreises F: Bischof/Archiv

Artikel vom 13. August 2013 - 12:54

KREIS BÖBLINGEN (red). Im Kreis Böblingen sind im ersten Halbjahr 2013 deutlich weniger Verkehrstote zu beklagen, als im Vorjahr.

Von Januar bis Juni starben drei Menschen auf den Straßen des Landkreises. Im Jahr zuvor waren acht Tote im selben Zeitraum zu beklagen. Positiv entwickelten sich laut Pressemitteilung der Polizei im ersten Halbjahr auch die Zahlen der Schwer- und Leichtverletzten. Diese gingen von 132 auf 104 beziehungsweise von 565 auf 477 zurück. Zusammen waren das 17 Prozent weniger Menschen, die auf den Straßen im Kreis verunglückt sind. Dabei ist die Zahl der gemeldeten Unfälle um 0,6 Prozent auf 5111 Kollisionen leicht gestiegen.

"Wir führen das auf unsere verstärkte Überwachungstätigkeit zurück", sagt der Leiter der Polizeidirektion Böblingen, Rudi Denzer, zu dem erfreulichen Ergebnis. "Vor allem Fahrten unter Alkohol- und Drogen sowie überhöhte Geschwindigkeit, die als Hauptunfallursachen für schwere Unfälle gelten, kann mit Kontrollen wirksam entgegengewirkt werden", womit er auch die präventive Wirkung der Polizeipräsenz unterstrich.

Die Halbjahresstatistik weist bei den alkoholbedingten Unfällen einen Rückgang von 16Prozent aus. Unfälle mit Personenschäden, bei denen nicht angepasste oder zu hohe Geschwindigkeiten eine Rolle spielten, sind auf den Landstraßen im Kreis zwar gleich geblieben, aber auf der Autobahn um sechs Prozent zurückgegangen. Während besonders auf den Schnellstraßen das Tempo eine Rolle bei schweren Unfällen spiele, seien nach wie vor auf anderen Straßen auch Vorfahrtsverletzungen und mangelnder Sicherheitsabstand Grund für Unfälle mit Verletzten, schreibt die Polizei. 107 Mal hat es wegen fehlendem Abstand und 89 Mal wegen einer Vorfahrtsverletzung Unfälle mit Personenschaden gegeben. Nur acht Mal wurde ein schwerer Unfall wegen Überholens aufgenommen. Laut Polizei ein außergewöhnlich niedriger Wert im Kreis Böblingen.

Bei den Motorrädern gab es ebenfalls eine erfreuliche Entwicklung. Die Zahl der Unfälle, bei denen Zweiräder beteiligt waren, ging von 66 auf 58 zurück. Die Zahl der Zweiradfahrer, die dabei verletzt wurden, sank um 20 Prozent auf 46 Personen. Ebenfalls als positiv wertet die Polizei, dass junge Fahrer im Alter von 18 bis 24 weniger in Unfälle verwickelt gewesen seien, als im vergangenen Jahr. Die Polizei registrierte statt 493 nur noch 451 Unfälle mit jungen Erwachsenen hinterm Steuer. Dagegen stieg diese Zahlen bei den Senioren an. Diese waren im ersten Halbjahr 415 Mal (Vorjahr 398) bei Kollisionen beteiligt und davon 271 Mal selbst Unfallverursacher (Vorjahr 254).

Unfälle mit Lastwagen im Kreis sind zwar über 15 Prozent gestiegen, jedoch ist die Zahl der Unfälle, bei denen die Truckerfahrer diese auch verschuldeten, von 114 auf 31 Fälle gesunken.

Der Böblinger Polizeichef zeigt sich zufrieden mit der Bilanz der ersten sechs Monate und hofft, dass sich auch die zweite Jahreshälfte positiv entwickelt.

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