Unbekannter Kassiererin gebührt großer Dank

Leserbrief vom 13. April 2020 - 19:36

Zu einem positiven Erlebnis in Zeiten der Corona-Pandemie

Ein Lichtblick in Zeiten von Corona: Jeden Abend erschüttern die Zahlen der Infizierten und Toten in den verschiedenen Ländern auf´s Neue. Trösten können sie zwar nicht, aber sie tun gut: Die Zeichen der Verbundenheit und des freundlichen Miteinanders in dieser Zeit. Und weil tagtäglich so viele belastende und traurige Nachrichten zu lesen sind, möchte ich heute mit einem Erlebnis dagegenhalten: Es ging um das leidige Thema "Toilettenpapier".

Mein Mann machte am letzten Mittwoch eine kleine Rundreise, um Selbiges zu kaufen. Aldi in Weil im Schönbuch: Kein Papier mehr zu bekommen. Penny: Leere Regale. Lidl: erfolgloses Suchen - auch hier keine Rollen mehr aufzutreiben. Letzte Anlaufstation: Rossmann in Weil im Schönbuch. Hier das gleiche Ergebnis: Kein Toilettenpapier, leere Regale. Etwas mutlos verließ mein Mann auch dieses Geschäft. Gerade war er durch die Türe durch, da rief ihn eine der Kassiererinnen wieder zurück. Sie habe sich heute morgen bei der Lieferung ein Paket zurücklegen lassen - das könne sie abgeben, sei sie doch sozusagen an der Quelle.

Was für eine nette Geste, was für eine Freude, ein so liebevolles Mitdenken in dieser Zeit erfahren zu dürfen! Schade, wir kennen den Namen dieser freundlichen Kassiererin leider nicht, aber wir sagen einfach mal "Herzlichen Dank!" - vielleicht liest sie diesen Leserbrief und kann sich dann sicher sein, dass ihr Handeln ein Gefühl von Dankbarkeit und Freude ausgelöst hat. Und das nicht nur deshalb, weil wir jetzt wieder einen sicheren Vorrat an dem "weißen Gold" haben!

Danke an alle, die in den letzten Wochen immer wieder gezeigt haben, dass es Fürsorge, Mitgefühl und Zuwendung noch gibt - auch unter Menschen, die sich nicht kennen. Danke!

 

Stephanie Brings-Hasse, Weil im Schönbuch